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Spannungsfelder: Literatur und Mythos

Beiträge zum 2. Studierendenkongress der Komparatistik, 6. bis 8. Mai 2011, Universität Bonn- Herausgegeben in Zusammenarbeit mit Oliver Renner und Anne Christina Scheuss - Unter Mitwirkung von Jule Böttner, Adina Genglawski, Anna-Felicitas Gessner,

Edited By Andreas J. Haller, Bettina Huppertz and Sonja Lenz

Dieser Sammelband präsentiert eine Auswahl der Vorträge, die im Rahmen des 2. Studierendenkongresses der Komparatistik an der Universität Bonn gehalten wurden. Literatur- und Kulturwissenschaften sind ohne das Spannungsfeld Literatur und Mythos nicht denkbar. Mythische Denkmuster sind stets Teil des gesellschaftlichen Bewusstseins und der geführten Diskurse. Dass antike mythische Stoffe in der Literatur- und Kulturgeschichte omnipräsent sind, wird dadurch deutlich, dass immer wieder Motive, Figuren und narrative Muster dieser Stoffe literarisch oder künstlerisch verarbeitet und bis in unsere heutige Zeit hinein rezipiert und erneuert werden. Der Sammelband spiegelt diese Vielfalt der Mythenrezeption sowie die Relevanz des Themas für unterschiedlichste Forschungsdisziplinen wider.

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19. Die griechische Mythologie in ihrer Bedeutung für die Literatur des Schreckens. Patricia Jantschewski

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Die griechische Mythologie in ihrer Bedeutung für die Literatur des Schreckens Patricia Jantschewski Einleitung Nach dem Zusammenhang zwischen Mythos und Literatur zu fragen – und das verrät uns nicht nur die Etymologie des Mythos – bedeutet immer auch, nach den Ursprüngen der Literatur und dem Erzählen überhaupt zu fragen. Nicht nur, dass der Mythos seit jeher in reger Beziehung zur Literatur steht, insofern er ihr Stoffe liefert Die beiden verfolgen, einem Zwillingspaar gleich, dasselbe Ziel: Sie wol- len, indem sie archetypische Ängste aufrufen, an den Grundfesten unserer Exis- tenz rühren, um uns sodann aber mit der Bannung dieser Ängste in einen sicheren, abgeschlossenen Raum – möge er Fiktion heißen – zu belohnen. Ohne sich ihnen real ausgesetzt haben zu müssen, kann der Mensch so Wissen über diese Ängste generieren und wird dadurch ein Stück weit vom Druck der Existenz befreit. Ziel des Beitrages soll es sein, ein mögliches Analogieverhältnis zwischen griechischer Mythologie und Literatur, insbesondere der Literatur des Schreckens, aufzudecken und zu etablieren. Zunächst soll die Fiktion unter dem Gesichtspunkt ihrer Bedeutung für die Literatur überhaupt betrachtet und davon ausgehend als tertium comparationis von Mythos und Literatur des Schreckens eingesetzt werden. Im nächsten Schritt soll ein Mythosbegriff herausgearbeitet werden, der Analogien zwischen Mythos und Literatur des Schreckens erkennen lässt, sodass anschließend diese Korres- pondenzen nochmals zusammenfassend festgehalten werden können, wobei al- lerdings auch die auftretenden Divergenzen nicht vernachlässigt werden sollen. Dem Dreiecksverhältnis zwischen Mythos, Literatur...

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