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Sprachenpolitik und Rechtssprache

Methodische Ansätze und Einzelanalysen

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Edited By Sandro Moraldo

Sprachenpolitik und Rechtssprache sind die zwei Schwerpunkte dieses Bandes. Die Beiträge zur Sprachenpolitik diskutieren die Vorrangstellung des Englischen in der internationalen Kommunikation und gehen auf wichtige Fragen ein (u. a.: Wie kann Mehrsprachigkeit erhalten/gefördert werden? Tragen Bildungspolitiker der EU-Strategie zur Förderung der Mehrsprachigkeit auf nationaler Ebene Rechnung?). Rechtssprache bildet den Kern der Verwaltungssprache. Behördliche Schreiben (Texte, Vorschriften etc.) müssen Sachverhalt und rechtliche Situation richtig wiedergeben, verständlich formuliert und übersichtlich sein. Wegen der Bedeutung einer bürgernahen Sprache in der und für die Öffentlichkeit werden im Band verschiedene Fragestellungen auf der Folie einer kritisch-analytischen Betrachtung reflektiert.

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Spekulationen zur Zukunft des Deutschen im europäischen Kontext Gerhard Stickel

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Abstract Other than linguistic laymen, most linguists avoid statements concerning the general state of a language or its future. Despite some theoretical scruples, I shall, after some assessing com- ments on present German, make speculations on the further development of this language. Three scenarios of possible states of the German language at the end of this century will be sketched and discussed in comparison. These speculations are but plausible considerations based on observations of the contemporary language. In view of the looming partial loss of domains of German and other European standard languages, I will then discuss how the fur- ther development of German can be positively influenced within the context of multilingual Europe. 1. Zustand und Zukunft der Sprache Das erste Heft der MitteilungeN des Deutschen Germanistenverbandes von 2009 spielt mit der Form einer ärztlichen Diagnose: Name: Deutsch, Alter: 1200, Be- fund: gesund. Mehrere der Autoren dieses Hefts diagnostizieren die 1200 Jahre alte deutsche Sprache dann auch als gesund. Rudolf Hoberg meint in seinem Beitrag sogar, dass sie «wächst, blüht und gedeiht»1. Wenngleich diese Zeit- schrift über die Fachgrenzen der Germanistik hinaus kaum verbreitet ist, werden die Beiträge zu dem sprachoptimistischen Heft Gegenmeinungen provozieren, sehr wahrscheinlich vom Verein Deutsche Sprache, der seit Jahren vor einem Niedergang des Deutschen warnt.2 Nahe liegt auch Widerspruch von Vertretern der eigenen Zunft; denn theorie- und methodenstrenge Linguisten scheuen in der Regeln wertende Aussagen über eine Sprache. Beim Bewerten einer Sprache wird ihr beobachtbarer oder vermeintlicher Zustand entweder mit einem...

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