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Kriminalgeographie

Theoretische Konzepte und empirische Ergebnisse

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Thilo Eisenhardt

Die Arbeit gibt einen Überblick über theoretische Konzepte und empirische Ergebnisse aus dem Arbeitsfeld Kriminalgeographie (Wohn- und Tatorte), einem Bereich der Sozialgeographie. Die Konzepte kommen aus der Sozialgeographie, der Umwelt- bzw. Ökopsychologie und der Sozialökologie, einem Forschungsbereich der Stadtsoziologie. Kriminologisch relevante Theorien mit räumlichem Bezug bilden eine theoretische Brücke zu diesen Konzepten. Die empirischen Ergebnisse hierfür wurden Studien über Städte entnommen. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt im theoretischen Bereich, doch auch die empirischen Daten führen zu präventiv nutzbaren Konzepten durch Umweltgestaltung, d. h. Architektur und Stadtgestaltung, und sozialstrukturelle Maßnahmen, wie die Belegungspraxis von Wohnbaugesellschaften. Ziel ist die Erhöhung der sozialen Kontrolle in Problemvierteln und die Sicherung von Tatorten.

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Vorwort

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Seit den 70er Jahren gehört der Bereich der „Geographie abweichenden Verhal- tens“ zum Interessenspektrum des Autors. Schon damals entstand der Eindruck, dass dieses Forschungsgebiet in Deutschland randständig war. Außer einigen komplexen empirischen Untersuchungen über die Stadt Mannheim waren es nur einzelne sozialökologische Arbeiten, die sich zeitweise auch mit kriminalgeo- graphischen Themen befassten. Das vorliegende Buch soll theoretische und praktische Anregungen bieten, den räumlichen Entstehungsbedingungen von abweichendem und kriminellem Ver- halten sowie der daraus ableitbaren Prävention mehr Aufmerksamkeit zu schen- ken. Der Leser soll einen Einblick in die Thematik erhalten. Deshalb werden die theoretischen Anknüpfungspunkte ausführlicher dargestellt als die Ergebnisse von empirischen Untersuchungen. Um der Vielfalt der Positionen Ausdruck zu geben, wird auf eine zu stringente detailliert gegliederte Wissenschaftsdarstel- lung verzichtet. Das Buch bezieht sich auf städtische Regionen, überregionale Aspekte der Organisierten Kriminalität und überrgeional reisende Täter bleiben ausgeklammert. Aus der Sicht des Autors wurden die anglo-amerikanischen Forschungsergebnis- se nicht mit der wünschenswerten Aufmerksamkeit in der deutschsprachigen Fachliteratur referiert. Dies beginnt mit den Erkenntnissen der „Chicagoer Schu- le“, setzt sich mit den Arbeiten über den „Defensible Space“ Ansatz fort und findet seine Fortsetzung in den Beiträgen der „Environmental Criminology“. Darauf aufbauende Ansätze einer räumlich orientierten Kriminalprävention werden auch deshalb wenig beachtet. Die negative Darstellung des „Broken Windows“ Konzeptes“, die sachlich nicht nachvollziehbar ist, kann auch auf einem Erkenntnisdefizit theoretischer Konzepte der Umweltpsychologie beru- hen. Aus diesem Grund wird diesen ein umfangreicher Abschnitt gewidmet. Die Übersicht...

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