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Kriminalgeographie

Theoretische Konzepte und empirische Ergebnisse

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Thilo Eisenhardt

Die Arbeit gibt einen Überblick über theoretische Konzepte und empirische Ergebnisse aus dem Arbeitsfeld Kriminalgeographie (Wohn- und Tatorte), einem Bereich der Sozialgeographie. Die Konzepte kommen aus der Sozialgeographie, der Umwelt- bzw. Ökopsychologie und der Sozialökologie, einem Forschungsbereich der Stadtsoziologie. Kriminologisch relevante Theorien mit räumlichem Bezug bilden eine theoretische Brücke zu diesen Konzepten. Die empirischen Ergebnisse hierfür wurden Studien über Städte entnommen. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt im theoretischen Bereich, doch auch die empirischen Daten führen zu präventiv nutzbaren Konzepten durch Umweltgestaltung, d. h. Architektur und Stadtgestaltung, und sozialstrukturelle Maßnahmen, wie die Belegungspraxis von Wohnbaugesellschaften. Ziel ist die Erhöhung der sozialen Kontrolle in Problemvierteln und die Sicherung von Tatorten.

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5. Ausblick

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Die Ausführungen der einzelnen Kapitel belegen, dass es sinnvoll ist, räumliche Aspekte bei der Analyse von Kriminalität stärker als bisher zu berücksichtigen. Das gilt auch für die Prävention. Es zeigt sich, dass diese Sicht im anglo-ameri- kanischen Bereich stärker verbreitet ist als in den deutschsprachigen Ländern. Wie aus der Literatur hervorgeht, bestehen in Deutschland Vorbehalte gegen räumlich orientierte Präventionsmaßnahmen, ganz abgesehen davon, dass die theoretischen Grundlagen und Konzepte aus den verschiedenen Wissenschaften weder dort noch in der Praxis einen hohen Stellenwert haben. Das Buch ver- sucht, eine Einführung in die Vielfalt der verschiedenen theoretischen Konzepte und Modelle sowie die empirischen Erkenntnisse zu geben. Der Autor hat z.T. nur indirekt seine Sicht der Sachlage an verschiedenen Textstellen eingebracht. Deshalb sollen sie in diesem abschließenden Kapitel verdeutlicht werden. Das betrifft theoretische Konzepte und Konstrukte sowie deren Einsatz bei Analyse und Prävention. Wie schon in den vorhergehenden Abschnitten erkennbar wird, sollte eine räum- liche Analyse auf systemtheoretischer Grundlage erfolgen. Das bedeutet eine Einteilung der Stadtgebiete und der Umlandgemeinden in Subsysteme wie Natu- ral Areas und Behavior Settings (z.B. auf Baublockebene). Sie entsprechen den Raumeinheiten, die in einem Teil der geographischen Literatur als „Container“ bezeichnet werden. Die Raum-Verhaltensanalyse der Settings bezieht sich auf soziale Netzwerke der dort wohnenden Familien bzw. deren Kinder und Jugend- liche. Sie bezieht die Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche in diesen Arealen mit ein. An Merkmalen der Sozialen Kontrolle, die sich operational bestimmen...

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