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Let’s Talk About - (Texts About) Sex

Sexualität und Sprache- Sex and Language

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Edited By Marietta Calderón and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen eine breite Palette von Fragestellungen zur sprachlichen Repräsentation von Sexualität – vom sexuellen Gehalt von Toilettengraffiti bis zum erotischen Subtext des altindischen Rig-Veda. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden von der Diskursanalyse bis zur historischen Syntax angewandt. Die verwendeten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Latein und Vedisch.
The contributions to this book explore a wide range of questions concerning representations of sexuality in language – from the sexual content of toilet graffiti to the erotic subtext of the ancient Indian Rig Veda. They apply a variety of linguistic methods from discourse analysis to historical Syntax. Data from German, English, French, Russian, Spanish, Latin and Vedic are used.

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Christina Katsikadeli & Konstantinos Sampanis: Zum Sexualvokalbular im Rig-Veda – Versuch einer Typologie

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Christina Katsikadeli & Konstantinos Sampanis Zum Sexualvokalbular im Rig-Veda – Versuch einer Typologie 1. Die Einstellung der Rig-Veda-Forschung zum Sexualvokabular Die erotische Sprache des alten Indiens ist sprichwörtlich. Allerdings sind seit dem 19. Jahrhundert die Bemühungen der abendländischen Vedaforschung zum Sexualvokabular im Rig-Veda (RV), dem ältesten religiösen Text Indiens, spärlicher als zu anderen Wortfeldern – dies wohl aus folgenden nachvollziehbaren Gründen: (1.) Der Hauptinhalt des RV befasst sich primär mit Hymnen an Götter und Göttinnen, Dämone und Dämoninnen, Könige und Königinnen, Ahnen, die Pressung des Rauschtrankes Soma, aber auch an bestimmte Tiere oder abstrakte religiöse Konzepte. (2.) Die Sprache der Szenen mit erotischem Inhalt ist von Gelehrten des 19. Jh. oft als obszön und verdorben beschrieben worden. Hermann Grassmann, der Verfasser des monumentalen Wörter- buchs zum Rig-Veda (1875), weigert sich oft, solche „verdorbene“ Stellen im Haupttext seiner Übersetzung von 1876-7 anzuführen. Er „versteckt“ sie im Anhang der Übersetzung und fühlt sich verpflichtet, sich zu „entschuldigen“, z.B.: „zum Gespräch zwischen Purūravas und Urvaśī“ (1877: 488) kommentiert er: „Das ganze Lied ist späten Ursprungs und scheint […] aus einer ursprünglich religiösen Idee in das Gebiet grober Sinnlichkeit übertragen, und durch noch spätere Ein- schiebungen, die sich mit Wohlgefallen auf diesem Gebiete bewegen, vermehrt zu sein“.1 Auch die Sprachtabuforschung aus der ersten Hälfte 1 Hiezu auch Monier-Williams (1899: XVI): „In regard to what may be thought a needless multiplication of indecent...

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