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Let’s Talk About - (Texts About) Sex

Sexualität und Sprache- Sex and Language

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Edited By Marietta Calderón and Georg Marko

Die Beiträge dieses Buches untersuchen eine breite Palette von Fragestellungen zur sprachlichen Repräsentation von Sexualität – vom sexuellen Gehalt von Toilettengraffiti bis zum erotischen Subtext des altindischen Rig-Veda. Dabei werden unterschiedliche linguistische Methoden von der Diskursanalyse bis zur historischen Syntax angewandt. Die verwendeten Daten stammen aus verschiedenen Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Latein und Vedisch.
The contributions to this book explore a wide range of questions concerning representations of sexuality in language – from the sexual content of toilet graffiti to the erotic subtext of the ancient Indian Rig Veda. They apply a variety of linguistic methods from discourse analysis to historical Syntax. Data from German, English, French, Russian, Spanish, Latin and Vedic are used.

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Thomas Lindner: Das lateinische Sexualvokabular

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Thomas Lindner Das lateinische Sexualvokabular 1. Vorbemerkungen1 Naturalia non sunt turpia! – In diesem Sinne habe ich mich überzeugen lassen, bei “Sex & Language” teilzunehmen. Als Indogermanist und Latin lover der etwas anderen Art – mit objektiver und nicht attributiver Interpretation dieses synthetischen Wortverbandes – war es für mich nicht schwer, ein Thema zu finden und somit einen latinistischen Beitrag anzumelden. Im Folgenden werde ich auf das sehr reichhaltige lateinische Sexual- vokabular eingehen und dabei einige Gustostücke herausgreifen sowie sprachhistorisch-etymologisch behandeln und interpretieren. Dazu kommt, dass mein anglistischer Kollege Wolfgang Görtschacher, Litera- turwissenschaftler und ausgewiesener Experte in eroticis, versucht hat, mir schon längere Zeit die Linguistik der Pornographie und verwandter Erscheinungen schmackhaft zu machen. Was liegt also näher, als mit diesem Joint Venture aus latinistischer und anglistischer Betrachtungs- weise (vgl. auch Görtschacher in diesem Band) einschlägige literarische Highlights herauszugreifen und damit eine Art Pornolinguistik zu begründen oder zumindest terminologisch zu verankern. Den lateinischen Wortschatz nach sexuellen Wortfeldern zu durchforsten und das Sexual- und Fäkalvokabular nach semantischen, pragmatischen und etymologischen Gesichtspunkten zu gliedern und zu analysieren, ist eine durchaus lohnende Aufgabe. Es wird dabei augenfällig, dass das Lateinische über eine unglaublich engmaschige onomasiologische Ab- deckung der diversen Sexualpraktiken verfügte und das antike Lexikon hier zumeist mit eigenständigen Basislexemen den Benennungsbedarf in 1 Der kolloquiale Vortragsstil wurde bewusst weitgehend beibehalten. Thomas Lindner 130 körperlich-biologischer, organischer wie auch in technischer Hinsicht feinsemantisch abdeckt. Das wohl größte Problem der lateinischen Lexi- kographie bis in...

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