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«Es geht sich aus...» zwischen Philologie und Translationswissenschaft

Translation als Interdisziplin- Festschrift für Wolfgang Pöckl

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Edited By Peter Holzer, Cornelia Feyrer and Vanessa Gampert

Wolfgang Pöckls Forschungsschwerpunkte umfassen ein weites Spektrum: von der Kontrastiven Sprachwissenschaft zur Übersetzungsgeschichte bis hin zur Fachsprachenforschung und Fachübersetzung und – nicht zuletzt – zur Literaturübersetzung. Diese Festschrift für Wolfgang Pöckl bietet einen repräsentativen Querschnitt zu verschiedensten Bereichen, u. a. der Sprachpolitik, Kontrastiven Linguistik, Varietätenlinguistik, Kulturwissenschaft, Fachkommunikation, Dolmetschwissenschaft und Literaturübersetzung. Das Spektrum der behandelten Sprachen umfasst dabei germanische, romanische und slawische Sprachen bis hin zum Griechischen. Die BeiträgerInnen entstammen zu einem überwiegenden Teil Forschungs- und Ausbildungsstätten, an denen Wolfgang Pöckl gewirkt und seine Spuren hinterlassen hat.

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Wenn die Übersetzung auf die Bühne kommt. Gemischte Erfahrungen eines Dramenübersetzers; RAINER KOHLMAYER (Mainz-Germersheim)

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Wenn die Übersetzung auf die Bühne kommt. Gemischte Erfahrungen eines Dramenübersetzers RAINER KOHLMAYER (Mainz-Germersheim) Der Jubilar, dem diese Festschrift gewidmet ist, war in Germersheim nicht nur ein besonders netter und allseits geschätzter Kollege, sondern auch ein Förderer der Uni-Bühne und überhaupt ein großer Theaterliebhaber, der aber als Kollege, Lehrer und Privatperson alle Theatralik und Selbstinszenierung tunlichst ver- mied: ein Glücksfall in der akademischen Arena. Trotzdem möchte ich in dieser Festschrift etwas narzisstisch und anekdotisch mit sehr subjektiven Erfahrungen herausrücken, die ich in den letzten Jahren machen durfte, als ich mich bei Aufführungen meiner Wilde- und Molière-Übersetzungen im Zuschauerraum befand. Erfahrungsberichte von Literaturübersetzern sind ohnehin eher Mangel- ware, was den Mythos der Unsichtbarkeit fördert. BUNBURY oder Die Wichtigkeit des Nachworts Ich beginne mit einer provinziellen Peinlichkeit. Vor etwa 25 Jahren kaufte ich mir in einem pfälzischen Städtchen (notabene: nicht in Germersheim!) einmal eine Eintrittskarte, als ein Gymnasium Wildes Bunbury in meiner 1981 bei Reclam erschienenen Übersetzung spielte, und setzte mich auf einen Eckplatz in der hintersten Reihe des Saales. Im 2. Akt schlich ich auf leisen Sohlen davon, so sehr war ich beschämt über den Mangel an sprachlicher Eleganz. Miss Prism und Jack schockierten mit stilwidriger Lokalmundart; außerdem waren auch witzig gemeinte Anspielungen auf die nähere Umgebung hinzugefügt. Und ich fühlte, dass ich an den Stilbrüchen nicht völlig unschuldig war. Offensichtlich war mein Text von 1981 als Sprechvorlage...

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