Show Less

Föderale Vielfalt in Deutschland im Widerstreit zum Bürgerinteresse

Eine verfassungsrechtliche Betrachtung

Gerhard Kappius

Die föderale Struktur Deutschlands gestattet den Ländern, gleiche Sachverhalte unterschiedlich zu regeln. Abweichende Landesregelungen schaffen dabei Barrieren für die Bürger, wie etwa beim Wechsel in das Bildungssystem eines anderen Landes. Der Autor prüft aus verfassungsrechtlicher Sicht, ob sich Rechte der Bürger auf Angleichung von Landesrecht oder andererseits staatliche Pflichten zur Rücksichtnahme auf Bürgerinteressen begründen lassen. Einen Ansatzpunkt bietet Art. 33 Abs.1 GG, der eine Diskriminierung bei der Erfüllung von Rechtsvoraussetzungen mit Landesbezug untersagt. De constitutione ferenda legt der Autor nahe, die Länder durch eine Vorgabe im GG zur Harmonisierung ihrer Gesetze mit Blick auf Bürgerbelange zu verpflichten oder dem Bundesgesetzgeber eine Koordinierungskompetenz gegenüber den Ländern einzuräumen. Zudem zeigt er Instrumente der föderalen Selbstkoordination im amerikanischen Recht und EU-Recht auf.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Inhalt

Extract

1 Problemstellung: Die Regelungsvielfalt der Länder im Widerstreit zu den Interessen der Bürger ....................................................................................................................... 1 1.1 Nicht-kompatible Landesregelungen bei gleichen Sachverhalten ....................... 1 1.2 Die Meinungsumfrage der Bertelsmann-Stiftung zum Thema „Bürger und Föderalismus“ vom 11. Februar 2008 ................................................................. 4 1.3 Präferenz der Bürger für einheitliche Lebensverhältnisse und den Abbau von Schranken ........................................................................................................... 7 1.4 Divergente Regelungen auf kommunaler Ebene ............................................... 10 1.5 Ausblick auf die weitere Abfolge der Arbeit ....................................................... 12 2 Die föderalen Strukturen der Bundesrepublik Deutschland .......................................... 15 2.1 Die Entwicklung des Föderalismus in Deutschland ........................................... 15 2.1.1 Deutschland nach dem Wiener Kongress 1815 ................................................ 16 2.1.2 Das Entstehen von Bundesstaatlichkeit nach dem Scheitern der Paulskirchenverfassung .................................................................................... 17 2.1.3 Das Bekenntnis zum Föderalismus bei Gründung der Bundesrepublik Deutschland ....................................................................................................... 22 2.2 Die Bundesrepublik Deutschland als Bundesstaat ............................................ 23 2.2.1 Der Bundesstaat im Regelwerk des Grundgesetzes ......................................... 23 2.2.2 Dynamik und Variabilität des föderalen Prinzips ............................................... 26 2.3 Die Legitimation des deutschen Bundesstaats .................................................. 27 2.3.1 Begründungen für die föderale Struktur der Bundesrepublik Deutschland ....... 27 2.3.2 Gewandelte Gewichtung der Argumente ........................................................... 31 2.3.3 Legitimation und Legitimität ............................................................................... 34 2.3.4 Die Argumente zur Legitimation des deutschen Bundesstaats in der Kritik ...... 35 2.3.4.1 Vertikale Gewaltenteilung gegen Machtmissbrauch .......................................... 37 2.3.4.2 Bewahrung und Ermöglichung von Vielfalt ........................................................ 38 2.3.4.3 Vermehrung staatlicher Problemlösungskapazität ............................................ 42 2.3.4.4 Problemnähe und Chance zu bürgernahen Lösungen ...................................... 43 2.3.4.5 Mehr Teilhabe für den Bürger durch Parlamente in Bund und Ländern ............ 44 2.3.5 Schlussfolgerung ............................................................................................... 44 2.4 Unitarismus versus Föderalismus ..................................................................... 46 2.4.1...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.