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Symbol Gitarre

Bedeutung und Wandel im kulturellen Gedächtnis Spaniens vom Mittelalter bis zum Ende des "Siglo de Oro</I>

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Rolf Bäcker

Diese Arbeit geht der Bedeutung der Gitarre gerade innerhalb jener Kulturepoche nach, die als in besonderer Weise prägend für die Gitarre angesehen werden kann, nämlich im Spanien des Mittelalters und des Siglo de Oro. Zu diesem Zweck wurden hispanische Texte unterschiedlicher Gattungen und Sprachen auf Hinweise auf die Gitarre und verwandte Saiteninstrumente hin untersucht und anschließend die gefundenen Textstellen auf ihre Bedeutung unter Anwendung semiotischer Methodologie analysiert. Dabei sind Bedeutungszusammenhänge zutage getreten, die das moderne Instrument mit griechisch-römischen und christlichen Anschauungen verbinden, wie sie die Forschung für die Antike und den Bereich des portugiesischen Sprachraums dargestellt hat; andererseits ergeben sich neue Interpretationen, die für ein Verständnis der Gitarre im Spanien der Neuzeit und insbesondere in Lateinamerika unerläßlich sind.

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3 Zusammenfassung und Ausblick

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Wenn im vorangegangenen eine Frage im Vordergrund gestanden hat, so war es die nach der Bedeutung. Was bedeutet die Gitarre, bzw. was bedeuten Saiteninstru- mente in Spanien während des hier behandelten Zeitraumes vom Mittelalter bis zum Ende des Siglo de Oro? Wir haben versucht, darauf eine Antwort zu geben, bzw. die in den Quellen dokumentierten Antworten zusammenzustellen und in ei- nen Zusammenhang, ein System zu bringen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind dabei komplexer und vielschichtiger, als es zu erwarten war, und betreffen nicht nur die Ergebnisse an sich, sondern auch rückwirkend die Art der Fragestel- lung und die Voraussetzungen, unter denen die oben genannte Frage überhaupt ge- stellt werden kann. Als eine der Grundlagen der hier durchgeführten Analyse muß der Ansatz an- gesehen werden, den Namen eines Instrumentes (bzw. seine ikonographische Dar- stellung) als Zeichen zu verstehen, das in seine Komponenten zerlegt werden kann. Für das Instrument bedeutet dies, daß die Bezeichnung, die Bedeutung und das Re- ferenzobjekt als konzeptuell unabhängige Einheiten betrachtet werden können und müssen. Obwohl diese Voraussetzung aus organologischer Perspektive wie ein Rückschritt erscheinen kann, da hier die angestrebte eindeutige Identifizierung ei- nes Instrumentennamens mit einer organologischen Realität grundsätzlich in Frage gestellt wird, ist sie doch bei der Untersuchung zumindest des hier behandelten Zeitraums von unschätzbarem Wert, da sie erlaubt, eine gegenüber dem For- schungsstand neutralere Haltung einzunehmen, die der Praxis der Epoche weit mehr entspricht, als die starre Assoziation einer Bezeichnung mit genau einem...

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