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Politische Triebkräfte der Innovation

Eine Analyse der Rolle von Politik in Innovationssystemen der Geothermie

Benjamin Miethling

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Politik bei der Entwicklung erneuerbarer Energien. Die Vermutung eines weitreichenden Einflusses politischer Intervention wird am Beispiel der geothermischen Stromerzeugung nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bestätigt. Der Autor analysiert Bedingungen und Herausforderungen für die Entwicklung dieser Energiequelle und zeigt zugleich Möglichkeiten und Wege auf. Mit seinem prozessorientierten Ansatz beschreitet er innovative Wege der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik des Zusammenspiels von Politik und Technik.

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I. Innovationssystemische Konzepte und politischer Einfluss

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„Die Technik präsentiert sich als Januskopf. Auf der ei- nen Seite zeigt sie sich als das Produkt zielgerichteter, absichtsvoller menschlicher Tätigkeit […]. Auf der ande- ren Seite tritt die Technik uns entgegen als ein undurch- schaubarer, quasi naturhafter Prozess, der sich weitge- hend der lenkenden Hand des Menschen entzieht.“ Otto Keck (1986: 18) I.1. Begriffliche Annährung an Technologie und Innovation Zum Begriff der Innovation Der Begriff der ‚Innovation‘ hat eine lange und nicht unumstrittene Geschichte. Der dominierende Trend in der Innovationsforschung orientiert sich bei der Ab- grenzung des Begriffes am sozio-ökonomischen Konzept und dessen ‚geistigen Vater‘ Joseph Schumpeter. Dessen Fokus auf die ‚Durchsetzung neuer Kombi- nation‘ wurde von vieler Seite vereinfacht als ‚Marktneuheit‘ beschrieben und von Schumpeter folgendermaßen definiert: „1. Herstellung eines neuen, d.h. dem Konsumentenkreise noch nicht vertrauten Gutes oder einer neuen Qualität eines Gutes. 2. Einführung einer neuen, d.h. dem betreffenden Industriebetrieb noch nicht praktisch bekannter Produktionsmethode, die keineswegs auf einer wissenschaftlich neuen Entdeckung zu beruhen braucht und auch in einer neuartigen Weise bestehen kann, mit einer Ware kom- merziell zu verfahren. 3. Erschließung eines neuen Absatzmarktes, d.h. eines Marktes, auf dem der betreffende Industriezweig des betreffenden Landes bisher noch nicht eingeführt war, mag dieser Markt schon vorher existiert haben oder nicht. 4. Eroberung einer neuen Bezugsquelle von Rohstoffen oder Halbfab- rikaten, wiederum: gleichgültig, ob diese Bezugsquelle schon vorher existierte – und bloß sei es nicht beachtet wurde sei es für unzuläng- lich galt – oder ob sie erst...

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