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Politische Triebkräfte der Innovation

Eine Analyse der Rolle von Politik in Innovationssystemen der Geothermie

Benjamin Miethling

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Politik bei der Entwicklung erneuerbarer Energien. Die Vermutung eines weitreichenden Einflusses politischer Intervention wird am Beispiel der geothermischen Stromerzeugung nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bestätigt. Der Autor analysiert Bedingungen und Herausforderungen für die Entwicklung dieser Energiequelle und zeigt zugleich Möglichkeiten und Wege auf. Mit seinem prozessorientierten Ansatz beschreitet er innovative Wege der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik des Zusammenspiels von Politik und Technik.

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IV. Vergleichende Analysen: Innovationssystemische Evolution und politische Intervention

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Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Entwicklung der Geothermie in drei sehr unterschiedlichen Ländern. Die Forschungsintention richtet sich dabei zum einen auf die empirische Nachweisbarkeit der Gültigkeit des Motorenkonzepts und zum anderen auf die Identifikation und Analyse des Politischen der Systementwicklung. Sollten sich zwischen den so unterschiedli- chen Ländern tatsächlich ähnliche Entwicklungs- und Interventionsmuster er- kennen lassen, so wären dies starke Hinweise auf übergreifende Zusammenhän- ge, die sich möglicherweise auf andere Länder und andere Technologien über- tragen ließen. Die korrespondierenden Forschungsfragen lauten: Lassen sich die von Suurs konzipierten Motoren des Innovationssystems in den hier behandelten Fällen wiederfinden? Und: Welche politischen Einflüsse wirken auf die Entstehung und Entwicklung des Innovationssystems und wo lassen sich entsprechende po- litische Triebkräfte identifizieren? Darüber hinaus soll auch die Rolle externer Ereignisse im Zusammenspiel von Politik und Innovationssystem berücksichtigt werden. Im Folgenden wird deshalb zunächst gefragt, ob Motoren- und Sukzessionskon- zept auf das empirische Material dieser Arbeit übertragbar sind und inwiefern dabei weitergehende Erkenntnisse zum theoretischen Modell gewonnen werden können. IV.1. Eventsequenzen, Motoren und sukzessive Entwicklung Identifikation grundlegender Eventsequenzen und deren Entwick- lung Die Analyse der drei in dieser Arbeit behandelten Fälle ergab, dass sie alle Eventsequenzen und korrespondierende Strukturen erkennen lassen, die sich im Wesentlichen mit dem Motorenkonzept von Suurs (2009) decken. Das Motoren- konzept verkörpert, wie erläutert, eine Typologie systemischer Evolution. Das Innovationssystem entwickelt sich demnach über weite Strecken in Phasen, in- nerhalb...

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