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Visualisierungen des Umbruchs

Strategien und Semantiken von Bildern zum Ende der kommunistischen Herrschaft im östlichen Europa

Edited By Ana Karaminova and Martin Jung

Welche Schwierigkeiten und Möglichkeiten der visuellen Darstellung verbinden sich mit dem Ende der kommunistischen Herrschaft im östlichen Europa? Welche Bilder aus der Umbruchzeit wurden wann und wie zu Ikonen? Wie werden Bilder aus der Umbruchzeit mit künstlerischen Bearbeitungen danach verknüpft? Ausgehend von diesen Leitfragen behandeln die Beiträge dieses Bandes verschiedene Länder und untersuchen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven verschiedenartige Medien(formate), die von Filmen, Musikclips und Presse-Bildern bis zu Kunstwerken und musealen Darstellungen reichen. Damit zeigen die Beiträge die vielfältigen Anknüpfungspunkte des Themas auf und machen den Facettenreichtum der Frage nach «Visualisierungen des Umbruchs» deutlich.

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„Visualisierungen des Umbruchs“ als Thema der geschichtswissenschaftlichen Forschung. Martin Jung

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13 „Visualisierungen des Umbruchs“ als Thema der geschichtswissenschaftlichen Forschung Martin Jung Seit gut zwei Jahrzehnten werden Bilder in der Geschichtswissenschaft verstärkt berücksichtigt. Ausweis und Ergebnis des verstärkten Interesses an und dem ge- stiegenen Stellenwert von Bildern ist zum einen, dass Bilder, Fotografie und Film in allgemeinen Einführungen in die Geschichtswissenschaft aufgegriffen und thematisiert werden;1 zum anderen liegen mittlerweile verschiedene spezi- elle Einführungen zu „Fotografie und Geschichte“,2 Studienbücher zur „Visual History“3 oder Sammelbände vor, die nach „Bildern als historische Quelle“ fra- gen.4 Zu den Bereichen, Themen und Forschungsfeldern, bei denen Bilder in der Geschichtswissenschaft einbezogen werden oder gar ins Zentrum des Erkennt- nisinteresses gerückt wurden, zählen vornehmlich Kriege, der Holocaust und die Erinnerung daran sowie Nationalsozialismus und DDR. Daneben spielten Bilder bei der Erforschung von Arbeit und Industrie, von Propaganda und politischer Meinungslenkung, von Konstruktionen und Inszenierungen ethnischer Zuge- hörigkeit und politischen Bewegungen, von Klasse und Geschlecht sowie von Fremd- und Selbstbildern eine wichtige Rolle.5 Auch bei Untersuchungen „außer- und vorsprachlicher Lebens- und Kommunikationsbereiche, Wahrneh- mungsmustern, Formen des Mentalitätswandels oder Veränderungen der Körper- 1 Maurer, Michael: Bilder, in: Ders. (Hg.): Aufriß der historischen Wissenschaften. Bd. 4: Quel- len, Stuttgart 2002, 402–426; Hartewig, Karin: Fotografien, in: ebd., 427-448; Wendorf, Joa- chim: Filme, in: ebd., 449-471; Talkenberger, Heike: Historische Erkenntnis durch Bilder. Zur Methode und Praxis der Historischen Bildkunde, in: Goertz, Hans-Jürgen (Hg.): Geschichte. Ein Grundkurs. 3. rev. und erw. Aufl., Reinbek bei Hamburg...

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