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Stegreifübersetzen

Überlegungen zu einer Grenzform der Translation am Beispiel des Sprachenpaares Französisch-Deutsch

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Christina Parkin

Bislang wurde das Stegreifübersetzen nur als Randerscheinung wahrgenommen und in der universitären Ausbildung oft stiefmütterlich behandelt. Mit diesem Buch soll Abhilfe geschaffen werden: Die Hybridform wird in ihren Varianten beschrieben, definiert und aus kommunikationstheoretischer sowie kognitionslinguistischer Perspektive mit den anderen Formen der Translation verglichen. Die Gegenüberstellung der Stegreifleistung von Übersetzern und Dolmetschern am Beispiel des Sprachenpaares Französisch-Deutsch gibt Aufschluss über die spezifischen Schwierigkeiten. Es werden die Kompetenzen zusammengestellt, die für eine gelungene Stegreifübersetzung erforderlich sind, und ein didaktischer Leitfaden für den Erwerb der Fertigkeiten entwickelt, die für das Übersetzen und Dolmetschen einen Mehrwert bieten.

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5 Vergleich der Stegreifleistung Französisch-Deutsch von Übersetzern und Dolmetschern

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Im Anschluss an die translationswissenschaftlichen und kognitionspsy- chologischen Überlegungen zum Stegreifübersetzen steht in diesem Ka- pitel die Praxis des Stegreifübersetzens am Beispiel der Sprachrichtung Französisch-Deutsch im Vordergrund. Als Ausgangspunkt werden zu- erst die sich aus den spezifischen Bedingungen und der mündlichen Kommunikationssituation für das Stegreifübersetzen ergebenden prakti- schen Schwierigkeiten im Allgemeinen und für das Sprachenpaar Fran- zösisch-Deutsch im Besonderen zusammengefasst. Nach einem Über- blick über die unter Berücksichtigung des Stegreifübersetzens durchge- führten Untersuchungen soll dann anhand einer empirischen Versuchs- reihe die unterschiedliche Herangehensweise von Übersetzern und Dol- metschern bei der Stegreifübersetzung ermittelt werden. Dazu werden die von den Probandinnen unter einheitlichen Bedingungen unter Steg- reifbedingungen angebotenen Lösungsvorschläge und -ansätze vergli- chen und bewertet. Zum Vergleich des strategischen Vorgehens und der Zieltextprodukion werden als Ergänzung der Daten der Stegreifleistung der beiden Probandengruppen noch einzelne Lösungsvorschläge aus der Simultanverdolmetschung des Textes herangezogen, um mögliche Hin- weise auf dolmetschtypische Strategien und Lösungsansätze zu ermitteln. Diese Erkenntnisse liefern weitere Hinweise auf die mögliche Zuord- nung des Stegreifübersetzens als eigene Disziplin bzw. als Untergattung des Übersetzens bzw. des Dolmetschens. In Anknüpfung an die Diskussion der einzelnen Phasen des Prozesses werden im Versuchsaufbau sowohl Daten der Ausgangstextrezeption als auch der Zieltextproduktion ermittelt und getrennt voneinander disku- tiert, da das Lesen, also die Rezeption des Ausgangstextes, sowohl in der in dieser Arbeit vorgeschlagenen Definition, als auch bei der Beschrei- bung des Stegreifprozesses, bereits...

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