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Auf Unendliches bezogen

C. G. Jungs Anschauungen über Christentum und Judentum

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Risto Nurmela

Carl Gustav Jung (1875-1961) war der Begründer der Analytischen Psychologie und Verfasser von zahlreichen Büchern und Schriften. In seinen Arbeiten widmet Jung sich aber keineswegs nur der Psychologie. Ein wenigstens ebenso wichtiges Thema für ihn stellt die Religion dar. Oder, um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: «Das Hauptinteresse meiner Arbeit liegt nicht in der Behandlung von Neurosen, sondern in der Annäherung an das Numinose.» In diesem Buch werden seine Äußerungen über das Christentum und das Judentum untersucht und analysiert. Jung ist seit den dreißiger Jahren Antisemitismus vorgeworfen worden. Diese Beschuldigungen werden minutiös abgewogen. Einer von Jungs erbittertsten Gegnern war Martin Buber, dessen Kritik an Jung sowie dessen Erwiderungen erörtert werden. Ein durchgehendes Thema bei Jung ist «die psychische Qualität metaphysischer Figuren», denen dann im zweiten Teil des Buches tiefgehend nachgegangen wird.

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Vorwort

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Als ich an meinem Buch „Die innere Freiheit: das jüdische Element bei Viktor E. Frankl“ (2001) arbeitete, konnte ich es nicht vermeiden, immer wieder etwas über C. G. Jung zu lesen zu bekommen. Wer sich mit Frankl beschäftigt, kann unmöglich Jung in Frieden lassen, was auch bei mir zutrifft. Diese Arbeit hat zehn Jahre gedauert, zwar nicht direkt ganztägig, aber immerhin. Jung war als Schriftsteller unerhört produktiv, und seine Werke gehören nicht zur leichtesten Lektüre. Deswegen meine ich, dass ein nachdenkliches Lesen angebracht ist, weshalb die Verzögerung des Arbeitsprozesses schließlich eine günstige Ein- wirkung ausgeübt haben dürfte. Auch hat dieser Prozess meine persönliche theo- logische Reflexion grundlegend verändert. Ich halte es keineswegs in allen Stü- cken mit Jung, er hat mich aber mehrfach zu fruchtbarem Umdenken angeregt. Ich möchte meinen Dank an die Theologische Fakultät der Åbo Akademi- Universität richten, die mir Arbeitszimmer und Computer zur Verfügung gestellt hat. Mein Dank richtet sich auch an das Forschungsinstitut der Stiftung der Åbo Akademi, das die Kosten für Sprachkontrolle und Drucklegung übernommen hat. Schließlich gilt mein Dank Dr. Renate Bekmann-Appelqvist und Dr. Georg Gimpl, die mein Deutsch überprüft, und dadurch dem Leser einen wertvollen Dienst erwiesen haben. Pargas, im Dezember 2011 Risto Nurmela

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