Show Less

Jedem Tierchen sein Pläsierchen

Phraseme mit Tierbezeichnungen im Komponentenbestand im Vergleich zwischen den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch

Series:

Marlene Mussner

In Jedem Tierchen sein Pläsierchen werden deutsche, französische und italienische Tierphraseme auf drei verschiedenen Ebenen untersucht. Zunächst werden die aus verschiedensten Quellen gesammelten Phraseme nach formalen und lexikalischen Kriterien geordnet und zahlenmäßig erfasst. In einem zweiten Schritt wird die Bekanntheit von Tierphrasemen exemplarisch untersucht. Dazu werden diesbezügliche Angaben in den Wörterbüchern mit den Trefferquoten bei Google und einer Informantenbefragung verglichen. Schließlich wird anhand einiger Beispiele auf das Thema der interlingualen Äquivalenz von Phrasemen eingegangen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

I Bestimmung des Untersuchungsgegenstandes: Phraseme und kontrastive Phraseologie

Extract

Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit sind feste Wendungen (Phra- seme / Phraseologismen) in den drei Sprachen Deutsch, Französisch und Italie- nisch, die in ihrem Komponentenbestand eine Tierbezeichnung aufweisen. Im Folgenden soll nun näher erklärt werden, a) was hier unter einer (festen) Wen- dung (einem Phrasem / Phraseologismus) verstanden wird und b) welche beson- deren Eigenschaften Phraseme im Allgemeinen kennzeichnen. Außerdem soll das Forschungsgebiet der kontrastiven Phraseologie vorgestellt werden. I.1 Zum Phrasembegriff in der vorliegenden Arbeit Feste Wendungen (Phraseme / Phraseologismen) werden in dieser Arbeit, in An- lehnung an BURGER (2010: 14f.), folgendermaßen definiert: (Feste) Wendungen / Phraseme / Phraseologismen sind feste, polylexikali- sche Einheiten einer Sprache. ‚Fest‘ bedeutet dabei, dass es sich um eine Kom- bination von Einheiten handelt, die genau so oder in Varianten lexikalisiert, also in einer Sprachgemeinschaft gebräuchlich ist. Unter der ‚Polylexikalität‘ der Phraseme ist zu verstehen, dass diese aus mehreren Wörtern bestehen, also aus mehreren lexikalischen Einheiten, welche im Schriftbild durch Leerstellen von- einander getrennt sind. Das bedeutet, dass alle festen lexikalischen Einheiten, bestehend aus mindestens zwei Wörtern als untere Grenze bis zu satzwertigen Einheiten als obere Grenze, in den Bereich der Phraseologie fallen. Allerdings erweist sich dieses Kriterium in Grenzfällen als problematisch, vor allem, wenn es um den Sprachvergleich geht: Sowohl vitino di vespa als auch Wespentaille sind teilidiomatisch und setzen sich aus zwei Autosemantika zusammen, doch fällt der deutsche Ausdruck auf Grund der größeren Kompositionsfreudigkeit des Deutschen in den Bereich der Komposita (Wortbildung)...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.