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Jedem Tierchen sein Pläsierchen

Phraseme mit Tierbezeichnungen im Komponentenbestand im Vergleich zwischen den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch

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Marlene Mussner

In Jedem Tierchen sein Pläsierchen werden deutsche, französische und italienische Tierphraseme auf drei verschiedenen Ebenen untersucht. Zunächst werden die aus verschiedensten Quellen gesammelten Phraseme nach formalen und lexikalischen Kriterien geordnet und zahlenmäßig erfasst. In einem zweiten Schritt wird die Bekanntheit von Tierphrasemen exemplarisch untersucht. Dazu werden diesbezügliche Angaben in den Wörterbüchern mit den Trefferquoten bei Google und einer Informantenbefragung verglichen. Schließlich wird anhand einiger Beispiele auf das Thema der interlingualen Äquivalenz von Phrasemen eingegangen.

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IV Äquivalenz in der Phraseologie

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IV.1 Einige Äquivalenzmodelle Die Äquivalenzbeziehungen zwischen den Phrasemen zweier oder mehrer Spra- chen sind seit einiger Zeit ein „heißes Eisen“ in der kontrastiven Phraseologie, und „die Ermittlung von Äquivalenztypen stellt einen der am meisten untersuch- ten Aspekte der kontrastiven Phraseologieforschung der letzten Jahrzehnte dar“ (KORHONEN 2007: 577). Fast alle namhaften ForscherInnen auf diesem Gebiet haben sich damit beschäftigt und Äquivalenzmodelle entwickelt. Im Folgenden sollen einige dieser Modelle bzw. einige damit zusammenhängende Überlegun- gen vorgestellt werden; darunter befindet sich auch jenes von KORHONEN, das in leichter Modifikation für den praktischen Teil der vorliegenden Arbeit verwen- det wurde.169 Vorauszuschicken ist, dass fast alle bisher erarbeiteten Typologien eine grobe Dreiteilung in Voll-, Teil- und Nulläquivalenz vornehmen; lediglich die Feingliederung, vor allem im Bereich der Teiläquivalenz, unterscheidet sich mehr oder weniger (vgl. EISMANN 1995: 97, SCHINDLER 2005: 9, 31, 45). IV.1.1 MRAZOVIĆ 1985 MRAZOVIĆ (1985: 88 – 94) verwendet eine von PETROVIĆ 1985 für didaktische Zwecke ausgearbeitete Einteilung und unterscheidet zwischen a) totaler Äquivalenz: Semantik, Morphosyntax und Lexik decken sich völlig; b) Äquivalenz mit partieller morphosyntaktischer Differenz; c) Äquivalenz mit lexikalischer Differenz; d) Äquivalenz mit morphosyntaktisch-lexikalischer Differenz (vgl. ebd.: 91ff.). 169 Einige weitere aus der Fülle der Arbeiten, die sich mit interlingualer phraseologischer Äquivalenz beschäftigen, sind z.B.: ĎURČO 1994 (deutsch und slowakisch), ECKERT / GÜNTHER 1992, EISMANN 1987, 1989, EHEGÖTZ 1990, ETTINGER 1989 (deutsch und französisch), FÖLDES 1990 (deutsch und ungarisch), 1991 (deutsch, russisch und unga- risch), GRÉCIANO 1989,...

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