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Jedem Tierchen sein Pläsierchen

Phraseme mit Tierbezeichnungen im Komponentenbestand im Vergleich zwischen den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch

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Marlene Mussner

In Jedem Tierchen sein Pläsierchen werden deutsche, französische und italienische Tierphraseme auf drei verschiedenen Ebenen untersucht. Zunächst werden die aus verschiedensten Quellen gesammelten Phraseme nach formalen und lexikalischen Kriterien geordnet und zahlenmäßig erfasst. In einem zweiten Schritt wird die Bekanntheit von Tierphrasemen exemplarisch untersucht. Dazu werden diesbezügliche Angaben in den Wörterbüchern mit den Trefferquoten bei Google und einer Informantenbefragung verglichen. Schließlich wird anhand einiger Beispiele auf das Thema der interlingualen Äquivalenz von Phrasemen eingegangen.

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V Die Äquivalenzbeziehungen von deutschen, französischen und italienischen Tierphrasemen

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V.I Die Äquivalenzparameter Im Folgenden seien die von KORHONEN vorgeschlagenen Äquivalenzparameter, die für die Untersuchungen zu den Äquivalenzbeziehungen von deutschen, fran- zösischen und italienischen Tierphrasemen in der vorliegenden Arbeit verwen- det werden, im Einzelnen vorgestellt, beschrieben und eventuell durch verschie- dene eigene Anmerkungen oder Beobachtungen von dritter Seite ergänzt. Die Anordnung der Parameter entspricht jener in den Tabellen des prakti- schen Teils. V.1.1 Denotative Bedeutung Die denotative Bedeutung als situations- und kontextunabhängige Grundbedeu- tung wird in den meisten Äquivalenzmodellen, so auch bei KORHONEN, als terti- um comparationis gesetzt, ihre Gleichheit somit vorausgesetzt. Eine solche Gleichheit liegt aber nur im Idealfall vor; häufig haben wir es, zumindest in ei- ner der Vergleichssprachen, mit polysemen Phrasemen zu tun oder mit Phrase- men, die sich im Bedeutungsumfang unterscheiden; komplizierter wird es noch, wenn wir es mit einer diffusen bzw. vagen Bedeutung zu tun haben, und das ist gar nicht so selten der Fall (mehr dazu s.u.). Um zu einer Äquivalenzbestim- mung auf Systemebene zu gelangen, ist es daher im Falle polysemer Wendun- gen notwendig, zu abstrahieren und nur jeweils Semem mit Semem zu verglei- chen. Bei Phrasemen mit lexikalischen und / oder morphologischen Varianten muss ebenfalls differenziert vorgegangen werden; mehr dazu s.u. V.1.12 Stabili- tät. Die denotative Bedeutung wird in den einsprachigen Wörterbüchern zumeist als Paraphrase wiedergegeben. Diese Paraphrasen der Phraseme in den verschie- denen Sprachen sind aber natürlich nicht aufeinander abgestimmt; vielmehr wie- chen sie schon in verschiedenen einsprachigen Wörterbüchern derselben...

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