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Jedem Tierchen sein Pläsierchen

Phraseme mit Tierbezeichnungen im Komponentenbestand im Vergleich zwischen den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch

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Marlene Mussner

In Jedem Tierchen sein Pläsierchen werden deutsche, französische und italienische Tierphraseme auf drei verschiedenen Ebenen untersucht. Zunächst werden die aus verschiedensten Quellen gesammelten Phraseme nach formalen und lexikalischen Kriterien geordnet und zahlenmäßig erfasst. In einem zweiten Schritt wird die Bekanntheit von Tierphrasemen exemplarisch untersucht. Dazu werden diesbezügliche Angaben in den Wörterbüchern mit den Trefferquoten bei Google und einer Informantenbefragung verglichen. Schließlich wird anhand einiger Beispiele auf das Thema der interlingualen Äquivalenz von Phrasemen eingegangen.

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VI Schlussbemerkungen

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Mit der vorliegenden Arbeit habe ich versucht, zwei Neigungen zu vereinen: Das sprachliche Interesse am relativ jungen und komplexen, aber blühenden Forschungsgebiet der Phraseologie, insbesondere dem sprachübergreifenden, internationalen Aspekt, und die Faszination für alles, was da kreucht und fleucht. Die ersten eineinhalb Jahre verbrachte ich zunächst fast ausschließlich mit der Materialsammlung. Meine Strategie war es, unterschiedliche Quellen zu verwenden, um so möglichst viele Tierphraseme in das Korpus aufnehmen zu können. Die Ergebnisse gaben mir recht: Indem ich nicht nur herkömmliche phraseologische Wörterbücher heranzog, sondern auch allgemeine ein- und zweisprachige Wörterbücher, und indem ich im Internet nach diesbezüglichen phraseologischen Sammlungen (die oft nicht nach streng linguistischen Krite- rien, sondern eher assoziativ bzw. nach persönlichem Gutdünken erstellt wer- den) suchte, konnten einige – offensichtlich auch sehr gebräuchliche – Wendun- gen dem Korpus hinzugefügt werden. Ein Beispiel hierfür ist it. godere come un riccio, für das sich genügend Anwendungsbeispiele in Google finden lassen, um von einer hohen Gebräuchlichkeit auszugehen. In phraseologischen Wörterbü- chern sucht man es jedoch vergebens. Ebenso haben phraseologische und allge- meine Wörterbücher manchmal unterschiedliche Wendungen verzeichnet, oft auch für denselben Themenkreis: So nennt etwa SANSONI affidare la pecora al lupo bzw. mettere il lupo nell’ovile, ANTIFONA, QUARTU und SORGE führen hin- gegen nur dar(e) le pecore in guardia al lupo an. Hier zeigt sich ein Vorteil der Arbeit mit dem Internet: Es widerspiegelt na-...

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