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Mündliche Sprachkompetenzen deutschsprachiger Lerner des Englischen

Entwicklung eines Kompetenzmodells zur Leistungsheterogenität

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Urska Grum

Die Arbeit wurde mit dem Tiburtius-Anerkennungspreis der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen (LKRP) ausgezeichnet.
Wie lässt sich mündliche Sprachfähigkeit messen? Obwohl das Überprüfen und Evaluieren von Schule, Unterricht und Schülerleistungen seit PISA im Fokus des nationalen Interesses steht, gibt es bisher kaum empirische Untersuchungen zur Fähigkeit des spontanen freien Sprechens von Fremdsprachenlernern. Die Autorin ist in ihrer Forschungsarbeit der Frage nachgegangen, welches sprachproduktive Leistungsspektrum von Lernern der ausgehenden Sekundarstufe I erreicht werden kann. Aus ihren Erkenntnissen entwickelt sie heuristische, objektive, sachbezogene Vergleichsnormen ( benchmarks) und ein empirisch validiertes, kriteriales Bewertungsschema für die spontan-mündliche englische Sprachfähigkeit auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit liegt auf der explorativen Entwicklung adäquater Methoden und Indikatoren zur objektiven Messung mündlicher Sprachkompetenzen von Fremdsprachenlernern.

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5. Datenanalyse und Auswertung

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Nachfolgend wird die mündliche englische Sprachfähigkeit der Probanden an- hand von mehr als 80 psycholinguistischen Indikatoren interaktiver und rund 60 Indikatoren narrativer Sprachfähigkeit analysiert. In jedem Teilkapitel werden die Merkmale interaktiver wie narrativer mündlicher Sprachfähigkeit einer Be- wertungskategorie untersucht. Dazu wird zunächst eine Beschreibung der jewei- ligen Forschungslage vorgenommen, bevor die Indikatorwahl und -adaption dis- kutiert wird. Abschließend erfolgt die Ergebnispräsentation und -interpretation. Es werden Indikatoren zu nachstehenden fünf Bewertungskategorien untersucht: „Flüssigkeit des Ausdrucks“ (Kap. 5.1), „Spektrum des lexikalischen Aus- drucks“ (Kap. 5.2), „Syntaktische und strukturelle Elaboriertheit“ (Kap. 5.3), „Soziolinguistische und pragmatische Merkmale“ (Kap. 5.4) sowie „Narrations- spezifische Merkmale“ (Kap. 5.5). Im letzten Teilkapitel (Kap. 5.6) werden die in Kap. 5.1-5.5 gewonnenen psycholinguistischen Sekundärdaten durch korrela- tionsstatistische und datenreduzierende Analyseverfahren explorativ untersucht und mit weiteren Datensätzen trianguliert. Zunächst folgen zum besseren Verständnis einige Hinweise zur Notation der Datenanalyseergebnisse. Zur Vereinfachung und leichteren Übersicht werden für die untersuchten Schülergruppen die bereits in Kap. 4.3.3.2 eingeführten Ab- kürzungen GDEZ, GREG, RDEZ, RREG und Nat benutzt (siehe nachstehende Ta- belle). Für die Fraktion der Gymnasiasten gilt das Kürzel „G“ und für die Real- schülergruppe „R“. In den Diagrammen werden im Gegensatz zum Fließtext fol- gende Kürzel verwendet: Text Diagramm ‚bilingual‘ unterrichtete Gymnasiasten aus dem DEZ GDEZ biling Gymn regulär unterrichtete Gymnasiasten aus Regelklassen GREG regel Gymn ‚bilingual‘ unterrichtete Realschüler aus dem DEZ RDEZ biling Real regulär...

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