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Mündliche Sprachkompetenzen deutschsprachiger Lerner des Englischen

Entwicklung eines Kompetenzmodells zur Leistungsheterogenität

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Urska Grum

Die Arbeit wurde mit dem Tiburtius-Anerkennungspreis der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen (LKRP) ausgezeichnet.
Wie lässt sich mündliche Sprachfähigkeit messen? Obwohl das Überprüfen und Evaluieren von Schule, Unterricht und Schülerleistungen seit PISA im Fokus des nationalen Interesses steht, gibt es bisher kaum empirische Untersuchungen zur Fähigkeit des spontanen freien Sprechens von Fremdsprachenlernern. Die Autorin ist in ihrer Forschungsarbeit der Frage nachgegangen, welches sprachproduktive Leistungsspektrum von Lernern der ausgehenden Sekundarstufe I erreicht werden kann. Aus ihren Erkenntnissen entwickelt sie heuristische, objektive, sachbezogene Vergleichsnormen ( benchmarks) und ein empirisch validiertes, kriteriales Bewertungsschema für die spontan-mündliche englische Sprachfähigkeit auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit liegt auf der explorativen Entwicklung adäquater Methoden und Indikatoren zur objektiven Messung mündlicher Sprachkompetenzen von Fremdsprachenlernern.

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6. Erkenntnisgewinn und Ausblick

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Um die anwendungsorientierte Zielrichtung des DEZIBEL-Projekts weiter zu verfolgen, werden die oben generierten, empirisch fundierten Daten und Er- kenntnisse in diesem Kapitel zur praktischen Anwendung gebracht. Dazu wird in Kap. 6.1 auf Basis der zuvor gewonnenen Referenzwerte (zusammenfassend siehe Tab. 5.13) ein heuristisches Kompetenzmodell in Form eines Bewertungs- schemas für spontan-mündliche Sprache von Englischlernern der ausgehenden Sekundarstufe I entwickelt. In Kap. 6.2 wird die Problematik, die obigen empi- rischen Befunde in didaktische Konsequenzen umzusetzen, erörtert bevor Kap. 6.3 zu einem zusammenfassenden Abschluss und Ausblick bezüglich der im Rahmen dieser Forschungsarbeit gewonnenen Erkenntnisse kommt. 6.1 Bewertungsschema mündlicher Sprachfähigkeit In diesem Kapitel wird erläutert, wie die oben gewonnenen Erkenntnisse zur in- teraktiven wie narrativen spontan-mündlichen Sprachfähigkeit Berliner Schüler für den heuristischen Entwurf eines kriterienbezogenen, analytischen, bewerter- orientierten Bewertungsschemas (siehe Kap. 3.4.3.3) eingesetzt werden können. Es wird ein hierarchisierter Bewertungskriterienkatalog entwickelt, der qualita- tiv abgestuften Sprachniveaus eindeutige, aussagekräftige, empirisch wie theo- riebasierte Referenzwerte mündlicher Sprachfähigkeit zuordnet. Die Veranke- rung der Beurteilungskriterien und Sprachkompetenzniveaus in den Ergebnissen einer empirisch fundierten Sprachfähigkeitsanalyse stellt einen sehr arbeitsin- tensiven (und daher selten praktizierten) Ansatz der Skalenentwicklung dar, denn: „Virtually all language scales seem to have been produced on the basis of intuition and/or subjective matching to samples of performance by a small authoring team“ (North 2000: 3). Bei dem vorliegenden Dissertationsprojekt handelt es sich um eine Autorin und das in diesem Kapitel entwickelte Bewer- tungsschema basiert nicht auf Intuition, sondern auf...

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