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Integration von externer und interner Unternehmensrechnung

Eine ökonomische Analyse

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Christoph Pelger

Kapitalmarktorientierte Unternehmen im deutschsprachigen Raum haben seit den 1990er Jahren die Zusammenführung von externer und interner Unternehmensrechnung forciert. Zentral für die Möglichkeit und Stabilität einer integrierten Unternehmensrechnung ist, dass die informationsorientierte externe Rechnungslegung den Zweck der Anreiznützlichkeit (Stewardship) erfüllt. Im neuen Framework der Standardsetzer IASB und FASB wird jedoch die Bewertungsnützlichkeit als singulärer Rechnungslegungszweck definiert. Der Autor analysiert in einer Tiefenfallstudie den korrespondierenden Entscheidungsprozess der Standardsetzer. Im Anschluss wird unter Rückgriff auf die Agency-Theorie die Beziehung zwischen den Zwecken der Bewertungs- und Anreiznützlichkeit modelltheoretisch untersucht.

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3. Der Rechenschaftszweck als Nahtstelle einer integrierten Unternehmensrechnung

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73 nach. In diesem Sinne folgt das Vorgehen der Anregung von Lambert: „[A] positive theory of accounting would try to explain why GAAP is the way it is today. […] If researchers feel that recent shifts in the structure of GAAP are misguided, a positive theory would attempt to offer an explanation why the “mistakes” were made. Ideally, such a theory would also offer some insights into the forces that would eventually un- do these mistakes.”454 Zum anderen leistet die Studie einen Beitrag zum vertieften Verständnis der Abläufe und Entscheidungen im internationalen Standardsetting, insbesondere in Zeiten der Konvergenz von IFRS und US-GAAP. Dabei ist anzuerkennen, dass bei der Generie- rung von Rechnungslegungsnormen inhaltliche Fragen und prozesspolitische Aspekte ineinander verwoben sind: „[A]ccounting standardization is much more than dry tech- nical debate and rational decision-making. […] [S]tandards‘ content and the mode of rule setting are closely intertwined. The organizational set-up is the object of interest, politics and bargaining.”455 Das Standardsetting wird unter anderem von den berufli- chen und nationalen Hintergründen der beteiligten Akteure geprägt.456 In der (Lob- bying-) Literatur457 ist bislang keine Untersuchung über ein gesamtes Projekt der Stan- dardsetzung vorhanden, stattdessen konzentrieren sich die meisten Beiträge auf einen (bedeutsamen) Teilaspekt des Due Process, die eingereichten Kommentare zu Entwür- fen des Standardsetzers.458 In der vorliegenden Analyse wird ein umfassenderes Bild des Standardsetting geboten, indem die Kommentare als eine Teilkomponente des Meinungsbildungsprozesses Berücksichtigung finden. Da Neuerungen im Framework zum einen im Gegensatz zu Einzelregelungen...

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