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Integration von externer und interner Unternehmensrechnung

Eine ökonomische Analyse

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Christoph Pelger

Kapitalmarktorientierte Unternehmen im deutschsprachigen Raum haben seit den 1990er Jahren die Zusammenführung von externer und interner Unternehmensrechnung forciert. Zentral für die Möglichkeit und Stabilität einer integrierten Unternehmensrechnung ist, dass die informationsorientierte externe Rechnungslegung den Zweck der Anreiznützlichkeit (Stewardship) erfüllt. Im neuen Framework der Standardsetzer IASB und FASB wird jedoch die Bewertungsnützlichkeit als singulärer Rechnungslegungszweck definiert. Der Autor analysiert in einer Tiefenfallstudie den korrespondierenden Entscheidungsprozess der Standardsetzer. Im Anschluss wird unter Rückgriff auf die Agency-Theorie die Beziehung zwischen den Zwecken der Bewertungs- und Anreiznützlichkeit modelltheoretisch untersucht.

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5. Dynamische Anreiznützlichkeit: Standardsetzervariablen im mehrperiodigenModell

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Dynamische Anreiznützlichkeit: Standardsetzervariablen im mehrperiodigen Modell 195 „A major challenge confronting agency theory researchers is constructing multi- period models which are tractable enough to solve but have interesting information and performance measurement issues.”919 5. Dynamische Anreiznützlichkeit: Standardsetzervariablen im mehrperi- odigen Modell Nachdem in Kapitel 4.2 für das statische Modell hergeleitet wurde, wie Änderungen in Rechnungslegungssystemen deren Anreiz- und Bewertungsnützlichkeit beeinflussen und inwiefern dies Auswirkungen auf die Integration der Rechnungslegung zeitigt, wird in diesem Kapitel der Schwerpunkt auf die Seite der Anreiznützlichkeit gelegt. Die im statischen Modell inhärent restringierte Abbildung der Rechnungslegung auf eine kurzfristige Ausrichtung, die bspw. zwingend in gewinnerhöhender Bilanzpolitik mündet, wird im Folgenden in ein dynamisches Mehrperiodenszenario gewandelt. Dies relativiert zum einen Ergebnisse des statischen Modells, da Umkehreffekte in Rechnungslegungsergebnissen in Folgeperioden einbezogen werden, und ermöglicht zum anderen eine realitätsnähere Sicht auf die Anreiznützlichkeit und deren Beeinflus- sung durch Entscheidungsgrößen der Standardsetzer. Im Gegensatz zu weiten Teilen der bestehenden Literatur wird die Anreiznützlichkeit für ein abgeschlossenes, d.h. das Kongruenzprinzip über die Laufzeit des Unternehmens erfüllendes Rechnungsle- gungssystem abgeleitet. Der wesentliche Beitrag des nachfolgenden Kapitels besteht somit darin, in einem das Kongruenzprinzip erfüllenden Rechnungswesen, Wirkungen der Standardsetzungsparameter auf die Anreiznützlichkeit herzuleiten. Die im stati- schen Modell recht intuitive Veranschaulichung leidet im mathematisch komplexeren dynamischen Fall. Daher sind zunächst grundlegende Annahmen darzulegen und, von besonderer Bedeutung, alternative Bindungsszenarien von Agent und Prinzipal aufzu- bereiten und abzugrenzen. Im dynamischen Kontext ist...

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