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Literatur und die anderen Medien

Romanistik in Freiburg – eine Zwischenbilanz

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Edited By Walter Bruno Berg, Frank Reiser and Chiara Polverini

Auch die Literatur ist ein Medium, eines unter anderen Medien. Ausgehend von der für die Wahrnehmung unserer Kultur entscheidenden Feststellung der sogenannten «Medien-Konkurrenz» kommt dieser Freiburger Tagungsband in seinen Beiträgen zu vielfältigen Perspektiven. Vorrangig ist das Interesse an den anderen Medien, von den traditionellen Medien – der Grafik, der Presse, dem Film oder Comic – bis hin zum Theater, zur TV-Liveberichterstattung, zur Musik oder zu Rap und Slam, sowie zu guter Letzt zur schieren Unendlichkeit der Intertexte, wie sie das kulturelle Gedächtnis in den Filmen Almodóvars, im lateinamerikanischen Gegenwartsroman oder in der Prosa Claude Simons bereit hält. Angesichts der Breite der Fallstudien über die drei romanistischen ‘Kernfächer’ hinweg erweist sich insbesondere die Frage nach der Methodik bei der Auseinandersetzung mit Literatur im medialen Umfeld als roter Faden dieses Bandes.

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ANDERE MEDIEN

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Dichtung und Tonkunst in Martín Adáns Travesía de Extramares Diemo Landgraf Zusammenfassung: In seinem Gedichtzyklus Travesía de Extramares bezieht sich der unter dem Pseudonym Martín Adán bekannte peruanische Dichter Rafael de la Fuente Bena- vides (1908–1985) auf Klavierkompositionen Frédéric Chopins (1810–1849). Es handelt sich um den Versuch, abstrakte musikalische Strukturen sprachlich nach- zuvollziehen, was in diesem Beitrag anhand von hervorstechenden, programmati- schen Gedichten des Zyklus analysiert wird. Summary: In his cycle of poems Travesía de Extramares the Peruvian poet Martín Adán (Rafael de la Fuente Benavides; 1908–1985) refers to piano compositions of Fré- déric Chopin (1810–1849). His aim is to translate abstract musical structures into words. The present article analyzes this phenomenon on the basis of outstanding, programmatic poems of the cycle. Einige Gedanken über das Verhältnis von Sprache und Musik Sprache und Musik kommen seit der Frühzeit menschlicher Kultur zu- sammen, wobei man von einer sich geradezu aus der Natur der Sache her- aus ergebenden intermedialen Beziehung sprechen kann: Geist und menschliche Stimme sind sowohl ontogenetische Grundlage der Sprachfä- higkeit als auch der Musikalität. Sprache und Musik entspringen gleich- sam dem Körper und damit dem Wesen des Menschen. Diese intermediale Beziehung verwirklicht sich naturgemäß im Klang, indem Sprache und Musik eins werden. Ob ein Text vertont oder zu einer Melodie ein Text gedichtet wird, Töne werden zu Trägern von Worten und Worte zu Trä-...

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