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Unaufgeforderte Hilfeleistung in Notsituationen

Eine rechtshistorische und rechtsvergleichende Studie zu den zivilrechtlichen Aspekten der Nothilfe mit besonderer Berücksichtigung des Rechts der Geschäftsführung ohne Auftrag

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Sören Koch

Die Arbeit befasst sich mit den zivilrechtlichen Aspekten der Nothilfe. Den Kern bildet die Frage der dogmatischen Herleitung des Ersatzes von Aufwendungen und Schäden des Nothelfers. Der Verfasser weist durch eine rechtshistorische und rechtsvergleichende Analyse nach, dass die Haftungsfragen in solchen Situationen auch ohne Rückgriff auf das in der deutschen Rechtspraxis verwendete Rechtsinstitut der Geschäftsführung ohne Auftrag (GoA) adäquat gelöst werden können. Der naturrechtliche Gedanke, die moralische Pflicht zur Menschenhilfe zum rechtsdogmatischen Fundament der Geschäftsführung ohne Auftrag zu erklären, überzeugt nicht. Er steht mit der Konzeption des BGB im Widerspruch. Mit Hilfe von delikts-, bereicherungs- sowie sozialrechtlichen Instrumentarien können dogmatisch konsistente Lösungen gefunden werden. Vor diesem Hintergrund wird Buch VI des Draft Common Frame of Reference (PEL Ben. Int.) kritisch beleuchtet.

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Vorwort

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Die vorliegende Arbeit beruht auf meiner im August 2009 an der Rechtswis- senschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein- gereichten Dissertation, die im Dezember 2009 zur Promotion angenommen worden ist. Ich danke Herrn Professor Dr. Nils Jansen dafür, dass er mich bei diesem Vor- haben von der ersten Idee bis hin zum letzten Feinschliff betreut, mir in zahl- reichen Gesprächen wertvolle Hinweise gegeben und mich geduldig angeleitet hat. Seine stetige und konstruktive Kritik hat dazu beigetragen, dass ich meinen Kurs fortwährend anpassen und viele Untiefen meiden konnte. Von ihm habe ich gelernt, dass oftmals erst der Blick in die Vergangenheit ermöglicht, bestehende dogmatische Traditionen zu erfassen und im Lichte des geltenden Rechts kritisch zu hinterfragen. Für die Erstellung des Zweitgutachtens richte ich meinen Dank an Herrn PD Dr. Hannes Ludyga. Der Rechtsanwaltskanzlei Brock/Müller/Ziegenbein möchte ich für die groß- zügige Unterstützung danken, die mir während der Freistellungsperiode zuteil- wurde. Ein spezieller Dank geht an Herrn Dr. Volker Borzeszkowski, der mich gelehrt hat, meine Gedanken zu strukturieren und mit dem ich viele interessante und lehrreiche Gespräche auch über das Fachliche hinaus habe führen können. Besonderen Dank schulde ich der juristischen Fakultät der Universität Bergen, ohne deren umfassende Unterstützung diese Arbeit nicht vollendet worden wäre. Eine flexible Handhabung der Nutzungsrichtlinien ermöglichte mir den Besuch der Bibliothek und den Zugang zu allen anderen Ressourcen auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten....

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