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«Noio volevàn savuàr»

Studi in onore di Edgar Radtke del sessantesimo compleanno- Festschrift für Edgar Radtke zu seinem 60. Geburtstag

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Silvia Natale, Daniela Pietrini, Nelson Puccio and Till Stellino

La miscellanea in occasione del sessantesimo compleanno di Edgar Radtke contiene una serie di articoli scientifici redatti dai suoi colleghi, amici e allievi. Gli articoli riguardano diverse aree della linguistica e trattano l’italiano e il francese contemporaneo, il substandard, il linguaggio giovanile come anche aspetti del lessico e delle lingue settoriali. Al centro dell’interesse anche i cambiamenti linguistici e sociali, la storia e la riflessione linguistica, la geolinguistica e l’etnolinguistica e questioni centrali nell’ambito linguistico e culturale della Campania.
Die Festschrift anlässlich des 60. Geburtstags von Edgar Radtke enthält eine Reihe von wissenschaftlichen Aufsätzen von Kollegen, Freunden und Schülern aus verschiedenen Bereichen der Sprachwissenschaft. Die Beiträge umfassen diverse Thematiken: Behandelt werden unterschiedliche Gebiete des Italienischen und Französischen der Gegenwart, des Substandards und der Jugendsprache sowie Fragen aus Lexik und Fachsprachen. Sprach- und Gesellschaftswandel, Sprachgeschichte und Sprachreflexion, Geo- und Ethnolinguistik sowie Fragestellungen zum kampanischen Sprach- und Kulturraum werden ebenfalls diskutiert.

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Elemente varietätenlinguistischer Reflexion in Italien vom 14. bis zum 18. Jahrhundert anhand von Fallstudien. Andreas Michel

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Elemente varietätenlinguistischer Reflexion in Italien vom 14. bis zum 18. Jahrhundert anhand von Fallstudien Andreas Michel 1. Historische Sprachen als Varietäten Sowohl die Dialektologie des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts als auch synchron ausgerichtete linguistische Ansätze wie der Strukturalismus oder die Generativistik basierten auf der Annahme homogener Sprachen. Dass histo- risch gewachsene Sprachen jedoch keine monolithischen Gebilde sind, sondern sich stets in Form verschiedener Varietäten manifestieren, ist heute eine allge- mein anerkannte Tatsache. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst soziolinguisti- scher Forschung seit den 1960er-Jahren. Entscheidende Impulse kamen u.a. durch die empirischen Arbeiten von William Labov, der bei Uriel Weinreich mit dem Thema The Social Stratification of English in New York City (1966) pro- moviert hatte. Er kam dabei zu der Erkenntnis, dass eine Sprache ein heteroge- nes Kontinuum von ineinander übergehenden Varietäten darstellt, wobei die Sprecher sich durch sprachliche Merkmale voneinander abgrenzen. Joshua Fishman hat die soziolinguistische Fragestellung wie folgt formuliert: „Wer spricht welche Sprache wie und wann mit wem unter welchen sozialen Umstän- den und mit welchen Absichten und Konsequenzen?“ (zit. nach Dittmar 1997: 25). In Italien mit seiner reichen Dialektlandschaft stieß der sozio- und varietätenlinguistische Ansatz auf fruchtbaren Boden und hat das Themenspekt- rum der traditionellen Dialektologie um einige wichtige Komponenten erweitert. Auf der Apenninenhalbinsel war die Erkenntnis, dass natürliche Sprachen sich in Form verschiedener Varietäten manifestieren allerdings bereits seit dem aus- gehenden Mittelalter, genauer gesagt seit Dante, eine feste Konstante der meta- sprachlichen...

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