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Verbotsirrtum und Subventionsbetrug

Unter Berücksichtigung der Besonderheiten bei der betrügerischen Erlangung von EU-Sanktionen

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Simone Reiß

Die Arbeit beschäftigt sich mit Anwendungsbereich und Voraussetzungen des Verbotsirrtums beim Tatbestand des Subventionsbetrugs. Ein besonderes Augenmerk liegt auf EU-Subventionen und der Frage, ob europarechtliche Vorgaben Einfluss auf die Auslegung des § 17 StGB haben. Nach einer Betrachtung der europarechtlichen Grundlagen sowie der Ausgestaltung des § 264 StGB wird am Beispiel des Subventionsbetrugs eine Abgrenzung zwischen Tatbestandsirrtum und Verbotsirrtum, insbesondere in Bezug auf normative Tatbestandsmerkmale und Blankette vorgenommen. Sodann wird erörtert, wann ein Handeln mit Unrechtsbewusstsein vorliegt, welches die Annahme eines Verbotsirrtums ausschließt. Es folgen die den Kern der Arbeit bildenden Ausführungen zur Vermeidbarkeit des Verbotsirrtums. Es wird u. a. herausgearbeitet, dass die für die Anforderungen an die Vermeidbarkeit vordergründig bedeutsame Unterscheidung zwischen Kernstrafrecht und Nebenstrafrecht aufgrund großzügiger Ausnahmen de facto ohne Bedeutung ist und durch einen Kriterienkatalog ersetzt werden sollte.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ............................................................................................ ................. 1 Kapitel 1 – Europarechtliche Grundlagen ............................................................ 7 I. Der Grundsatz der Gemeinschaftstreue bzw. der loyalen Zusammen- arbeit ......... ............................................................................................ 7 1. Allgemeines .............................................................................. ... 7 2. Gemeinschaftsrechtliche Untergrenzen für die Sanktionierung von Verstößen gegen Gemeinschaftsrecht................ .................... 8 a) Gleichstellungserfordernis bzw. Äquivalenzgrundsatz .. ... 10 b) Effizienzgrundsatz bzw. Mindesttrias ..................... .......... 11 3. Die „Alcan“-Rechtsprechung..................... ................................ 12 II. Das Verhältnis von Gemeinschaftsrecht und nationalem Recht ......... 15 1. Vorrang des Gemeinschaftsrechts und europarechtskonforme Auslegung ... ............................................................................... 15 2. Strafrechtliches Schonungsgebot .................................. ............. 15 3. Die Kompetenz der EU zur Setzung suprationationalen Straf- rechts ........................................................................................... 16 III. Beispielsfall ......................................................................... .............. 17 Kapitel 2 – Der Subventionsbetrug im nationalen Recht .......................... ........ 19 I. Die Entwicklung des Tatbestands des § 264 StGB ....................... .... 19 1. Historischer Abriss ............................................................. ....... 19 2. Gesetzliche Regelung ............................................................. ... 21 a) § 264 StGB ............................................. ........................... 21 b) Das Subventionsgesetz ....................................................... 22 (1) Wortlaut ........................................................... .......... 22 (2) Anwendungsbereich ............................ ...................... 24 II. Allgemeines ................................................................................... .... 25 1. Geschütztes Rechtsgut ....................................................... ........ 25 2. Deliktskategorie .................................................................... ..... 27 X 3. Verfassungskonformität .......................................................... .. 28 a) Bestimmtheitsgrundsatz ................................................... . 28 b) Schuldprinzip ............................................................... ...... 31 III. Sachlicher und persönlicher Anwendungsbereich ........................... .. 32 1. Subvention ................................................................................ . 32 a) Direkte und indirekte Subventionen ............................ ...... 32 b) Materieller Subventionsbegriff ...................................... .... 33 c) Subventionen nach nationalem und EU-Recht .............. .... 34 (1) Gemeinsamkeiten bei nationalen und EU- Subventionen ............... .............................................. 34 (2) Zusätzliche Erfordernisse bei Subventionen nach Bundes- oder Landesrecht ............. ............................ 35 (3) Subventionen nach EU-Recht ....................... ............ 37 2. Subventionserhebliche Tatsache ................................................ 37 a) Bezeichnung durch oder aufgrund eines Gesetzes ..... ....... 38 (1) Bezeichnungspflicht nach § 2 SubvG ............. .......... 38 (2) Anforderungen an eine wirksame Bezeichnung . ....... 39 b) Gesetzliche Abhängigkeit ................................... ............... 40 3. Subventionsgeber und Subventionsnehmer ............................. .. 41 IV. Tathandlungen ........................................................ ........................... 41 1. § 264 Abs. 1 Nr. 1 StGB ...................................................... ...... 41 2. § 264 Abs. 1 Nr. 2 StGB...

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