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Deutsche und Polen im Kontakt

Sprache als Indikator gegenseitiger Beziehungen

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Edited By Edyta Grotek

Im Fokus dieses Bandes steht die Problematik der gegenseitigen Beziehungen zwischen Deutschen und Polen und deren sprachliche Realisierung. Der Band stellt eine Sammlung von Beiträgen dar, welche versuchen, die gegenseitigen Sprachkontakte mittels disziplinspezifischen Instrumenten aufzudecken und zu analysieren. Der Leser findet hier sozio- und textlinguistisch orientierte Artikel sowie diskursanalytische und lexikographische Beiträge, die dem Thema des breit zu verstehenden Grenz-/Kontaktraumes zwischen Deutschland und Polen, Deutschen und Polen und der deutschen und der polnischen Sprache im Laufe der Jahrhunderte nachgehen.

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Sprachkontakt hat viele Namen

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Die Frage der deutsch-polnischen Beziehungen wurde schon in hunderten, wenn nicht tausenden Publikationen aus verschiedenster Sicht erörtert: Durch Historiker, Sprach- und Politikwissenschaftler, Publizisten und Künst- ler. Somit könnte sich das Thema des Bandes: „Deutsche und Polen im Kon- takt. Sprache als Indikator gegenseitiger Beziehungen“ ausgeschöpft und veraltet anhören. Ist es möglich, eine neue Perspektive zu finden, neue Blickwinkel zu entdecken? Doch, ich glaube, es ist mir und den Autoren die- ses Bandes gelungen zu zeigen, dass Sprache ein Indikator für gegenseitige Beziehungen ist, nicht nur im Grenzraum. Oder anders gesagt – dass sich Grenzräume auf mehreren sprachwissenschaftlichen Feldern erschließen und mittels disziplinspezifischen Instrumenten untersuchen lassen. Die beiden ersten Beiträge kommen von Text- und Diskurslinguisten und selbst hier beobachtet man ganz unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema. Czachur setzt mit einer kontrastiven Studie im Bereich grundle- gender textlinguistischer Termini an, in der er, Arbeiten polnischer und deutscher Forscher analysierend, solche Termini wie Textsorte/ -muster, oder genre/ wzorzec vergleicht. Dąbrowska – Burkhardt liefert eine diskurs- analytische Untersuchung zu den Kommentaren zu Joschka Fischers Hum- boldt – Rede, indem sie einschlägige Artikel aus der Süddeutschen Zeitung und der Gazeta Wyborcza einer detaillierten Prüfung unterzieht. Der Angel- punkt der Analyse ist die Metapher Gravitationszentrum und deren Realisie- rung in beiden Diskursen. Einen weiteren Grenzraum eröffnet Agnieszka Frączek mit ihrem Beitrag zur Makrostruktur in „Celaryus polski“. Lexikographie erweist sich hiermit als eine bezüglich des Themas des Bandes sehr aussagekräftige Disziplin. In...

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