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Die demokratische Struktur von Spartengewerkschaften

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Alexander Fuest

Der Prozess der innerverbandlichen Willensbildung in den Spartengewerkschaften hat in der Debatte über diesen neuen Gewerkschaftstypus bisher kaum Beachtung gefunden. Diese Arbeit belegt jedoch, dass auch das Innenleben der Spartengewerkschaften von rechtlichem Interesse ist. Zunächst wird ihre Verpflichtung zu einer demokratischen Organisationsstruktur herausgearbeitet, wobei auch Unterschiede zu den großen Einheitsgewerkschaften aufgezeigt werden. Sodann wird dargelegt, dass das Gros der etablierten Spartengewerkschaften im Wesentlichen demokratisch organisiert ist, die Satzungen aller etablierten Spartengewerkschaften aber zumindest partielle Demokratiedefizite aufweisen. Abschließend werden die Folgen einer fehlenden demokratischen Gewerkschaftsstruktur analysiert.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis .................................................................................. 21 Verzeichnis der verwendeten Gewerkschaftsnormen .................................... 25 § 1 Einleitung ................................................................................................. 27 A. Der Begriff der Spartengewerkschaften .................................................... 28 I. Etablierte Spartengewerkschaften ...................................................... 28 1. Vereinigung Cockpit e.V. (VC) ..................................................... 28 2. Unabhängige Flugbegleiter Organisation e.V. (UFO) ................... 29 3. Gewerkschaft der Flugsicherung e.V. (GdF) ................................. 29 4. Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ........................ 32 5. Marburger Bund e.V. (MB) ........................................................... 33 6. Verband der angestellten Akademiker und leitenden Angestellten der chemischen Industrie e.V. (VAA) ........................................... 34 II. Entstehungsgründe ............................................................................. 35 III. Konstitutive Merkmale von Spartengewerkschaften ......................... 37 B. Problemaufriss .......................................................................................... 38 § 2 Herleitung des Gebotes einer demokratischen Gewerkschaftsstruktur .... 45 A. Staatsrechtlicher Demokratiebegriff ......................................................... 45 B. Demokratische Binnenstruktur und Koalitionsstatus ................................ 48 I. Anerkannte Merkmale des Koalitionsbegriffes .................................. 48 II. Demokratische Binnenstruktur als Koalitionsmerkmal ..................... 49 1. Analogie zu Art. 21 Abs. 1 S. 3 GG .............................................. 50 2. Allgemeiner Öffentlichkeitscharakter ........................................... 54 3. Gewährleistung der individuellen Koalitionsfreiheit ..................... 56 4. Die Ansicht von Scholz ................................................................. 58 5. Normsetzungskompetenz der Koalitionen ..................................... 59 6. Mitwirkung in staatlichen Gremien ............................................... 60 7. Ergebnis ......................................................................................... 63 III. Rechtsfolgen der fehlenden Verknüpfung von Koalitionsstatus und demokratischer Binnenorganisation ............................................ 65 C. Tariffunktionale Begründung ................................................................... 68 12 Inhaltsverzeichnis I. Herleitung Tariffähigkeitsmerkmale .................................................. 69 II. Anerkannte Kriterien der Tariffähigkeit ............................................ 71 III. Demokratische Binnenstruktur als Tariffähigkeitsmerkmal .............. 74 1. Herleitung aus Normsetzungskompetenz ...................................... 76 a. Herleitung der tariflichen Normsetzungskompetenz ................. 76 aa. Delegationstheorie (n) – staatlicher Ursprung .................... 77 bb. „Legitimations-“, „Autonomietheorie“ – privatautonomer Ursprung ................................................. 78 cc. Bewertung .......................................................................... 79 b. Erfordert Normsetzungsbefugnis eine demokratische Binnenorganisation? ......................................... 84 aa. Begründungsansätze ........................................................... 84 [1] Aus der Reichweite der Normsetzungskompetenz ....... 84 [2] Aus der Funktion der Tarifautonomie .......................... 85 [3] Allgemeines Rechtsprinzip aus Art. 20...

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