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Civitas Europaea

Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Status von Unionsbürgern und Drittstaatsangehörigen in der Europäischen Union- Das Desiderat unionsrechtlicher Bürgerrechte für Drittstaatsangehörige

Till Bellinghausen

Ausgangspunkt der Abhandlung ist die Außen- und Binnenmigration in der Europäischen Union. Der Verfasser untersucht Grundlagen, Determinanten und Entwicklung des unionseuropäischen Migrationsrechts. Anhand eines interdisziplinären Ansatzes behandelt er die Grundbegriffe Migration und Europa sowie die (Rechts-)Geschichte des Migrationskontinents Europa. Überdies legt er den Fokus darauf, die verschiedenen Rechtsstatus von Unionsbürgern und langfristig aufenthaltsberechtigten Drittstaatsangehörigen zu vergleichen. Im Ergebnis steht, dass die Rechte von Unionsbürgern und Drittstaatsangehörigen weiter anzugleichen sind. Als Denkanstoß entwickelt der Verfasser hierzu ein unionsrechtliches Bürgerrechtskonzept für Drittstaatsangehörige – die Civitas Europaea.

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Dritter Teil – Die verschiedenen Rechtsstatus von Unionsbürgern und Drittstaatsangehörigen auf dem Gebiet der Europäischen Union

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153 Dritter Teil – Die verschiedenen Rechtsstatus von Unions- bürgern und Drittstaatsangehörigen auf dem Gebiet der Europäischen Union Nach den erforderlichen Begriffsbestimmungen, der Darstellung des histori- schen Umfelds sowie des migrationsrechtsbezogenen, europäischen Integrations- standes, sollen nunmehr die verschiedenen Rechtsstatus von Unionsbürgern und Drittstaatsangehörigen genauer untersucht werden. Es geht um die Frage, wie sich die europäischen Einflüsse auf Migranten auswirken. Bereits vorab lässt sich konstatieren, dass die gemeineuropäische Entwicklung, der Integrations- prozess, der seinen vorläufigen Höhepunkt in der supranationalen Europäischen Union gefunden hat, auf der anderen Seite auch zu einer Exklusion geführt hat. Während die Staatsbürger der Mitgliedstaaten eine neue Bürgerschaft – die Unionsbürgerschaft – gewonnen haben, gehören Drittstaatsangehörige, wie be- reits die Bezeichnung nahe legt, nicht dazu. Bis zum Beginn des europäischen Integrationsprozesses gab es weder rechtlich noch gesellschaftlich bedeutende Unterschiede zwischen den, beispielsweise in die Bundesrepublik Deutschland migrierten Ausländern. Es wurde etwa zwischen einem italienischen oder einem argentinischen Staatsangehörigen nicht differenziert. Heute bestehen, insbesondere aus rechtlicher Perspektive, erhebliche Unterschie- de. Damit, diese Differenzen herauszuarbeiten, beschäftigt sich dieser Dritte Teil. Dabei sollen zunächst die Regelungen die Unionsbürger betreffen erörtert werden (A.), wobei der Fokus auf die rechtliche „Ausnahmeerscheinung“ der Unionsbürgerschaft gerichtet wird. Im Anschluss werden die europarechtlichen Auswirkungen auf den Rechts- status von Drittstaatsangehörigen untersucht (B.) und in der Folge Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Rechtsstatus im Rahmen des voranschreiten- den Annäherungsprozesses erl...

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