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Der Holocaust in der polnischen Erinnerungskultur

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Anna Wolff-Poweska and Piotr Forecki

Dieses Buch ist ein Versuch des Entgegenkommens und der Aufnahme eines Dialogs der Erinnerungen. Es geht dabei um die Menschen, die seit Jahrhunderten auf polnischem Boden gelebt hatten, die zur Schatzkammer der polnischen Kultur einen gewaltigen Beitrag geleistet hatten und die die deutsche Besatzungsmacht vernichtet hatte. Es ist eine kritische Abrechnung mit der Geschichte der polnisch-jüdischen Beziehungen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs und nach dessen Ende, mit der polnischen Politik gegenüber dem Holocaust und mit der Erinnerung an diesen. Die Autoren vertreten verschiedene wissenschaftliche Disziplinen; sie stellen die Evolution der Erinnerungskultur der Polen dar und führen die Leser durch die Zeit der Existenz der Volksrepublik Polen (1945-1989) sowie des demokratischen Polen seit 1990. In diesem Buch begegnen sich erfahrene Autoren und Vertreter der jungen Generation, die sich mit dem Problem der Schuld, ihrer Verdrängung und der Ausfüllung der weißen Flecken der Geschichte auseinandersetzen und eine eigene Sprache für die Interpretation der Vergangenheit suchen. Sie analysieren die verschiedenen Träger der Erinnerung an die Juden (u. a. Museen, Filme und die schöne Literatur). Das Buch setzt ein Zeichen für eine neue Empfindsamkeit für die Vergangenheit und deren Bedeutung für das Verständnis der Gegenwart.

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Zygmunt Bauman, em. Prof. der Universität in Leeds, Autor grundlegender Arbeiten über den Holocaust, einer der Begründer der Konzeption des Postmo- dernismus. Sławomir Buryła, Prof. am Institut für polnische Philologie der Ermländisch- Masurischen Universität Olsztyn; befasst mit der Literatur über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust; Mitglied der Arbeitsgruppe Erforschung der Lite- ratur des Holocaust beim Institut für Literaturforschung der Polnischen Akade- mie der Wissenschaften. Alina Cała, Dr., Historikerin und Ethnologin am Jüdischen Historischen Institut in Warszawa, spezialisiert auf die polnisch-jüdischen Beziehungen im 19. und 20. Jhd. Przemysław Czapliński, Prof., Literaturhistoriker am Institut für Polnische Phi- lologie der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań; Publikationen über die Geschichte der Prosa im 20. Jhd., Literaturkritische Wissenschaft des Moder- nismus in der Geschichtsdarstellung und die Shoah in der Literatur. Piotr Forecki, Dr., Politologe in der Fakultät Politische Wissenschaften und Journalismus der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań; spezialisiert auf die polnische Erinnerung an die Shoah und die Darstellung der Shoah in den Visu- almedien. Michał Głowiński, Prof. am Institut für Literaturforschung der Polnischen Aka- demie der Wissenschaften in Warszawa mit Schwerpunkt auf polnischer Litera- tur und kritischer Analyse der Propagandasprache der VRP. Elżbieta Janicka, Dr. Romanistin und Polonistin am Collegium Civitas in Warszawa; Autorin von Analysen der Diskussion über den Antisemitismus als ein Element der vorherrschenden Kultur. Jerzy Jedlicki, em. Prof. am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warszawa; befasste sich mit der Sozial-...

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