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Thomas Schmidt-Kowalski – ein romantischer Komponist an der Wende zum 21. Jahrhundert

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Ursula Eisfeld

Mit Thomas Schmidt-Kowalski wird ein Gegenwartskomponist vorgestellt, dessen Werke, anders als die der meisten Zeitgenossen, auf einem romantischen Lebensgefühl basieren. Sie umfassen alle Gattungen außer Oper und Filmmusik. Entscheidend für sein Komponieren ist zudem eine synästhetische Begabung, bei der Tönehören und Farbensehen gekoppelt sind. Sie ist für ihn unabdingbar, um seine Inspirationen zu realisieren und führt zu einem engen Zusammenhang von Thema, Tonart und Form eines Werks. Sonate und Sonatenhauptsatz sind bei Schmidt-Kowalski die wichtigsten Formen musikalischer Auseinandersetzung. Seine synästhetische Begabung und Inspiration verbinden sich bei ihm mit einem großen Sendungsbewusstsein, der heutigen Welt ein positives Bild entgegenzusetzen. Ein kommentiertes Werkverzeichnis und die Untersuchung ausgewählter Werke vervollständigen die biographischen Angaben. Unbeirrt von vorherrschenden Meinungen zu zeitgenössischer Musik leistet Schmidt-Kowalski seinen Beitrag zur Vielfalt gegenwärtigen musikalischen Schaffens. Seine Werke, zunächst nur in den Nachtsendungen des Radios zu hören, finden zunehmend Verbreitung nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern.

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Vorwort

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Hauptanliegen dieser Arbeit ist es, mit Thomas Schmidt-Kowalski einen Gegen- wartskomponisten vorzustellen, der sich der musikalischen Ausdruckswelt der Romantik verschrieben hat. Seine Musik hat sowohl bei praktizierenden Musikern als auch bei Hörern und Kritikern heftige Reaktionen von heller Begeisterung bis zu vehementer Ablehnung hervorgerufen. Letztere wird vor allem damit begründet, dass romantische Musik, heutzutage komponiert, nur ein schwacher Abglanz dessen sein könne, was im 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden sei. Konfrontationen waren damit vorprogrammiert. Damit leuchtet auch ein, warum sich die neuere Fachliteratur bisher kaum mit dem Œuvre Thomas Schmidt-Kowalskis befasst hat.1 Auch die Medienland- schaft übte bisher Zurückhaltung. Ganz allmählich jedoch ändert sich die Situation insofern, als Schmidt-Kowalski nicht allein dasteht, sondern in seinen Intentionen kollegiale Unterstützung erfährt2. Kurz geschildert sei, wie die Verfasserin zum Thema geführt wurde. Eine erste Begegnung mit Schmidt-Kowalski ergab sich anlässlich eines Probenwo- chenendes des Kammerorchesters Lünen kurz vor der für den 16.02.2003 angesetzten Uraufführung seines Konzerts für Violoncello a-Moll op. 843 mit Nikolai Schneider als Solist unter der Leitung von Frank Fischer. Abgesehen von der Freude, die die Orchestermusiker empfanden, als sie das Werk zum ersten Mal zusammen mit dem Solisten spielten, beeindruckte die Gelassen- heit, mit der der Komponist Fehlern auf die Spur kam, die durch das damals benutzte Computerprogramm bei der Übertragung der einzelnen Instrumen- talstimmen aus der handschriftlichen Partitur entstanden waren. Auch Inter- pretationsfragen wurden unter der vorrangigen Einflussnahme des Kom- ponisten, stets sehr verst...

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