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Verdeckte Sacheinlagen im GmbH- und Aktienrecht

Die Veränderungen durch MoMiG und ARUG

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Ulrike Petig

Die Rechtsfolgen verdeckter Sacheinlagen wurden durch das MoMiG erheblich verändert. Der durch die Rechtsprechung gewährte umfassende, absolute Schutz der realen Kapitalaufbringung wird durch die Regelung des § 19 Abs. 4 GmbHG eingeschränkt. Dieser sieht eine Anrechnung des Vermögenswertes auf die Einlageverpflichtung unter bestimmten Voraussetzungen vor. Auch die Fälle des Hin- und Herzahlens haben eine gesetzliche Regelung in § 19 Abs. 5 GmbHG gefunden. Diese Arbeit setzt sich, nachdem sowohl die geschichtliche Entwicklung als auch die verfassungs- wie europarechtlichen Grundlagen dargelegt sind, mit dem Rechtsinstitut der verdeckten Sacheinlage, seiner Behandlung durch die Rechtsprechung und die durch das MoMiG erfolgte Kodifikation auseinander. Sodann wird der Frage nachgegangen, ob sich die Regelung des § 19 Abs. 4 GmbHG stimmig in das System des Kapitalschutzes einfügt. Die hier herausgearbeiteten «Unstimmigkeiten» werden zum Anlass genommen, Gesellschaftergeschäfte als solche zu untersuchen. Es werden Gemeinsamkeiten, insbesondere gemeinsame Schutzrichtungen, herausgearbeitet und der Versuch unternommen, für diese eine einheitliche Regelung zu entwickeln, durch welche insbesondere die bestehenden Abgrenzungsprobleme sowie Wertungswidersprüche überwunden werden könnten.

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Kapitel 2: Verdeckte Sacheinlagen als einheitliches Regelungsproblem - Die Lehre von der verdeckten Sacheinlage bis MoMiG und ARUG

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167 Grunewald, GesellR, S. 251. Auch der Versuch, zumindest ein Zeitersparnis durch Vorratsgründungen zu errei­ chen, ist an der Rechtsprechung des BGH gescheitert, da dieser hierin eine wirtschaftli­ che Neugründung sieht und damit sämtlich Erfordernisse „neu" aufstellt, BGH, Beschl. v. 7.7.2003 - II ZB 4/02 = BGHZ 155, 318 = ZIP 2003, 1698 ff.; hierzu: Westermann, ZIP 2005, 1849 (1855 f.); kritisch auch: Mülbert, Der Konzern 2004, 151 (158); Swoboda, GmbHR 2005, 649 ff. 168 Vgl. oben Kap. 1 C II 2.) d) (S. 26 ff.). 169 Vgl. nur: BGH, Urt. v. 15.1.1990 - II ZR 164/88 = BGHZ 110, 47 (Konkurs IBH/Lemmerz); BGH, Urt. v. 18.2.1991 - II ZR 104/90 = BGHZ 113, 335 = NJW 1991, 1754 ff.; BGH, Urt. v. 13.4.1992 - II ZR 277/90 = BGHZ 118, 83 (Konkurs BuM); BGH, Urt. v. 5.4.1993 - II ZR 195/91 = BGHZ 122, 180 = NJW 1993, 1983; BGH, Urt. v. 4.3.1996 - II ZR 89/95 = BGHZ 132,133 = NJW 1996,1286; BGH, Urt. v. 18.9.2000 - II ZR 365/98 = BGHZ 145, 150 = GmbHR 2000, 1198; BGH, Urt. v. 7.7.2003 - II ZR 235/01 = BGHZ 155, 329 = NJW 2003, 3127; BGH, Urt. v. 20.11.2006 - II ZR 176/05 = BGHZ 170, 47 (51) = BB 2007, 458 (459); OLG Köln, Urt. v. 2.2.1999 - 22 U 116-98 = GmbHR 1999, 663 f.; OLG Brandenburg, Urt. v. 1.7.1998 - 7 U 17/98 = GmbHR 1998,1033 f. 170 Hueck/Fastrich, in: Baumbach/Hueck, 18. Aufl., 2006, § 19 Rn. 37 ff.; Lutter/Bayer, in: Lut- ter/Hommelhoff, 16. Aufl., § 5 Rn....

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