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Demographie von Migranten in Deutschland

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Martin Kohls

Die Arbeit wurde mit dem Hauptpreis in der Kategorie Doktorarbeit im Rahmen des Allianz Nachwuchspreises für Demographie ausgezeichnet.
Deutschland ist ein Zuwanderungsland. Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund wird bis zum Jahr 2030 auf mindestens 25 Prozent steigen, wie erstmals vorgelegte Schätzungen zeigen. Im Buch werden Erkenntnislücken zum demographischen Verhalten von Migranten in Deutschland geschlossen und dahinterstehende Zusammenhänge erhellt. Dabei erfolgt eine gemeinsame Analyse der Sterblichkeit und des generativen Verhaltens anhand verschiedener Datengrundlagen. Die Erkenntnisse der Arbeit liefern eine wichtige Planungsgrundlage für effektive Gesundheits- und Integrationspolitiken. Dies ist vor allem wichtig, weil die Integration der nach Deutschland zugewanderten Migrantinnen und Migranten eine der bedeutenden aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen darstellt.

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6 Datengrundlagen und Methodik

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Ausgehend von grundsätzlichen Überlegungen zum Begriff „Migration“, zur Abgrenzung der Untersuchungspopulation und zur Bestimmung von Ver- gleichsdimensionen (Kap. 2) werden nachfolgend weitere Grundlagen für die empirische Analyse (Kap. 7, 8) gelegt. Zunächst werden Daten dahingehend bewertet, ob diese für eine Analyse des demographischen Verhaltens von Migranten und Migrantinnen geeignet sind (Kap. 6.1.). Aus diesen Datengrund- lagen wird eine Auswahl vorgenommen, die themenspezifischen und for- schungspragmatischen Gesichtspunkten folgt. Weiterhin werden die in der vor- liegenden Arbeit verwendeten Methoden und Messkonzepte erläutert (Kap. 6.2.). 6.1 Datenquellen Das demographische Verhalten von Migrantinnen und Migranten in Deutsch- land ist aufgrund des Fehlens geeigneter Daten bisher nur wenig analysiert wor- den. Hierbei sind vor allem Daten der amtlichen Statistik verwendet worden. Diese zeigen aber gerade bei Bestandszahlen von Migranten erhebliche Schwä- chen (Kap. 2.4.). Daneben gibt es weitere Quellen aus Verwaltung, Registern und Befragungen, die grundsätzlich Analysen des demographischen Verhaltens von Migranten erlauben. Verwaltungsdaten sind zumeist gesetzlich verankert (z.B. Mikrozensusgesetz) und werden nur für einen bestimmten Zweck erfasst. Weiterhin gibt es prozessproduzierte Daten, die entstehen, wenn zur Erfüllung eines vorgegebenen Ziels weitere Aspekte erfragt werden müssen (z.B. in der Rentenversicherung). Derartige Datengrundlagen umfassen in der Regel hohe Fallzahlen und sind dementsprechend aufwendig, weswegen die Variablenviel- falt zumeist begrenzt ist. Weiterhin gibt es etliche Datensätze, die vornehmlich im Rahmen wissenschaftlicher Studien erhoben wurden. Diese weisen jedoch häufig nur wenige Fallzahlen auf und haben zumeist eine studienzielspezifische Faktorenauswahl. 6.1.1 Verwaltungs- und Registerdaten Häufig verwendete...

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