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Jugendliche und glücksspielbezogene Probleme

Risikobedingungen, Entwicklungsmodelle und Implikationen für präventive Handlungsstrategien

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Tobias Hayer

Kommerzielle Glücksspielangebote und selbstorganisierte Spiele um Geld stellen einen integralen Bestandteil der Lebenswirklichkeit vieler Jugendlicher dar. Zugleich gilt diese Altersgruppe als besonders gefährdet für die Entwicklung glücksspielbezogener Probleme. Vor dem Hintergrund eines Mangels an überzeugenden Erklärungsansätzen verfolgt diese Abhandlung das übergeordnete Ziel, das gegenwärtig verfügbare Wissen zu Risiko- und Schutzfaktoren problematischen Spielverhaltens in der Adoleszenz in systematischer Weise zusammenzufassen. Ausgehend von 105 Primärstudien wird ein evidenzbasiertes Entwicklungsmodell vorgelegt, das zum einen der Theorieweiterentwicklung dient und zum anderen wertvolle Implikationen für eine Erfolg versprechende Präventionspraxis mit sich bringt.

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Ausgangslage. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Glücksspielen sind in den letzten Jahren verstärkt die mit diesem demeritorischen Wirtschaftsgut ver- knüpften negativen Folgen in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Dabei gilt die Gruppe der Jugendlichen als besonders gefährdet für die Entwicklung glücksspielbezogener Probleme, was wesentliche Fragen zum Konsumverhalten und Problemausmaß sowie zu möglichen Risikobedingungen und Erfolg ver- sprechenden präventiven Handlungsstrategien aufwirft. Das Jugendalter reprä- sentiert im Allgemeinen eine Umbruchphase, in der komplexe (neuro-)biologi- Y { / #  werden Heranwachsende mit einer Vielzahl von Entwicklungsaufgaben kon- frontiert, deren erfolgreiche Bewältigung die Grundlage für einen positiven Ent- wicklungsverlauf darstellt. Zu diesem Aufgabenspektrum zählt nicht zuletzt der Erwerb von Kernkompetenzen, die zu einem verantwortungsvollen Umgang mit gesundheitsschädlichen Substanzen und gesundheitsgefährdenden Aktivitäten, einschließlich der Beteiligung am Glücksspiel, befähigen. Demgegenüber be- günstigen misslungene Coping-Versuche die Entstehung von Problemverhalten unterschiedlicher Qualität und Quantität, was mit einer Negativprognose für die weitere Entwicklung einhergeht. Während sich die Mehrheit der Erkenntnisse der internationalen Glücks- ' ' + ! Y ' Abhandlungen zum Themenkomplex „Minderjährige und glücksspielbezogene Belastungen“ überhaupt erst seit Anfang der 1990er Jahre. In Deutschland er- scheint dieses Problemfeld im wissenschaftlichen und suchtpolitischen Diskurs nach wie vor lediglich als Randnotiz. Mit der vorliegenden Monographie soll " + !! ' + { - + + ' > Š - schema für die sinnstiftende Aufbereitung aller Primärdaten. Ergebnisse. Insgesamt ergab die Literaturrecherche 105 Treffer, die 73...

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