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Textsorten des Alltags und ihre typischen sprachlichen Mittel

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Edited By Karl-Ernst Sommerfeldt and Herbert Schreiber

Gegenstand dieses Buches sind Textsorten des Alltags, allerdings nicht nur Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch Annoncen, Werbezettel und Gebrauchsanleitungen. Es geht nicht um die vollständige Beschreibung von Textsorten, sondern um ganz bestimmte sprachliche Mittel wie die Lexik, den Aufbau, die Realisierung von Textfunktionen, das Vorkommen von Elementen sprachlicher Felder.
Einbezogen werden Ergebnisse von Magisterarbeiten, die 2000 an der Pädagogischen Hochschule Zielona Góra verteidigt worden sind.

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Joanna STOR: Das Feld der Temporalität in Auslandsreportagen 154

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154 Joanna Stor Das Feld der Temporalitiit in Auslandsreportagen 1m Mittelpunkt dieses Beitrages steht das Feld der Temporalitat. Zunachst gehen wir auf einige syntaktische Besonderheiten ein. Als Untersuchungsgegenstand wahlen wir Texte aus dem Nachrichtenmagazin ,,Der Spiegel". Die genauen Quellenangaben finden sich in STOR (2000). I. Syntaktische Besonderheiten Der Satz ist die kleinste relativ abgeschlossene Redeeinheit. V ollig abgeschlos- sen sind die Satze in Auslandsreportagen nicht, denn den vollstandigen Sinn er- fasst man erst unter Beriicksichtigung des Kontextes bzw. der Situation. (Vgl. SOMMERFELDT/STARKE 1998, 159) In jeder Reportage konnen wir sowohl einen Einleitungssatz als auch einen Ab- schlusssatz feststellen, die fiir den Leser als thematischer Rahmen eines Gespra- ches oder eines ausfiihrlichen Berichtes dienen konnen. 1m ersten Satz eines ausfiihrlichen Berichtes wird eine These aufgestellt, die der Reporter dann mit iiberpriiften lnformationen beweist: Bei aller Neigung zum jovialen Schulterklopfen gilt Frankreichs Staatsprlisident Jacques Chirac als Herrschertyp. Seinen elften Geburtstag wird Raoul Wuthrich nicht mehr vergessen: ... In Gesprachen informiert der Reporter seinen Gesprachspartner mit dem ersten Satz tiber das Ziel des Treffens, also dariiber, woriiber gesprochen werden soli: Herr Prasident, Sie haben einen Deutschen mit dem schwierigen Briisseler Ressort be- traut: der EU-Erweiterung. Frau Korkut, Herr Okcuoglu, Sie haben Abdullah Ocalan auf der Gefangnisinsel Imra- li besucht. 1m letzten Satz ( eventuell in den letzten Satzen) Iemen wir haufig die Meinung des Reporter kennen: 155 Urn zu priifen, ob der Reis auch russischen Qualitatsnormen entspricht, sollen Fach- krafte nun Proben davon aussaen und warten, bis er keimt. Mit Erfolg: 13 Milliarden Mark spiilte...

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