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Aspekte der Kinder- und Jugendliteratur

Genres – Formen und Funktionen – Autoren

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Gerhard Haas

Von mehreren Ansätzen aus stellt der Verfasser das lange vernachlässigte Thema ‘Phantastik’ im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur zur Diskussion und versucht, eine tragfähige Theorie der Genres ‘Phantastik’, ‘Fantasy’ und ‘Science Fiction’ zu entwickeln. Daneben werden weitere zentrale Aspekte der Literatur für junge Menschen wie: ‘Dritte Welt im Jugendbuch’, ‘Bestseller’, ‘Das Thema Reisen in der Kinder- und Jugendliteratur’, ‘Das Tierbuch’, ‘Funktionen der Kinder- und Jugendliteratur’ sowie Beiträge zum Werk von Otfried Preußler und Willi Fährmann vorgestellt.

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FANTASY 77

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FANTASY Fantasy - Texte fiir Fliichtlinge aus der Republik der Ver- nunft? 1 Einem nicht selten anzutreffenden Verstiindnis nach ist Fantasy jenes pathe- tisch-hehre, klebrig-siiBe oder Horror transportierende triviale Zeug1, das sich ein ernsthafter Mensch nicht zumuten kann, das aber von Pubertierenden wie von pubertar gebliebenen Erwachsenen in Millionenauflagen verschlungen wird. Dementsprechend haben denn auch Literaturwissenschaft und Literatur- kritik von einem solchen Gegenstand kaum Kenntnis genommen; weniger je- denfalls als von fast beliebigen zweit- und drittrangigen Autoren des 17. bis 19. Jahrhunderts - von der zehntausendsten Untersuchung zu Goethe oder Kafka ganz zu schweigen. Eine Dissertation wie die von Helmut W. Pesch Fantasy, Theorie und Geschichte einer literarischen Gattung (1981) stellt dementsprechend geradezu eine Raritiit dar; und insgesamt wurde zwar seit der Eroffnung der Phantastik-Diskussion in Deutschland durch Rein A. Zondergeld in Phaicon. Almanach der phantastischen Literatur am Beginn der siebziger Jahre ein gewisses Interesse an der Sache geweckt; aber wieder im Vergleich zu den traditionellen Gegenstanden der Literaturwissenschaft erweist sich die Handvoll intensiv wissenschaftlich ansetzender Untersuchungen in diesem Be- reich allenfalls als Fixierung moglicher trigonometrischer Punkte - eine auf die reale und ganze literarische Landschaft bezogene, so systematische wie im Einzelfall phanomenologisch und analytisch einlassige Vermessung dieses Be- reichs ist auch im Ansatz noch nicht geleistet. 2 Und zur Literaturkritik: In einer Darstellung der Entstehungsschwierigkeiten des Peter Fleischmann-Films Es ist nicht Leicht, ein Gott zu sein (DIE ZEIT, Nr. 5/26.01.1990, S. 58) wird ausfi.ihrlich die Arbeit des Regisseurs gewiirdigt, aber die Namen der beiden Autoren des dem Film zugrunde...

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