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Aware of Collocations

Ein Unterrichtskonzept zum Erwerb von Kollokationskompetenz für fortgeschrittene Lerner des Englischen

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Thomas Müller

Die Produktion zielsprachenkonformer Kollokationen stellt auch für fortgeschrittene Lerner des Englischen ein großes Problem dar. Wie können Lerner dahingehend gefördert werden, das Phänomen Kollokation zunehmend selbstständig zu beherrschen? In dieser Arbeit wird ein Ansatz zum Erwerb von Kollokationskompetenz vorgestellt, der nicht auf den sukzessiven Erwerb von Einzel-Kollokationen zielt, sondern auf die Entwicklung eines Bewusstseins (awareness) für die Problematik von Kollokationen, auf die Entwicklung von Strategien zur Lösung von Kollokationsproblemen und insgesamt auf eine veränderte Sprachlern- und Sprachproduktionshaltung. Eine entsprechende, vom Autor konzipierte Lehrintervention zum Erwerb von Kollokationskompetenz und die Ergebnisse einer empirischen Überprüfung ihrer Effekte unter realistischen Unterrichtsbedingungen werden ausführlich dargestellt.

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1. Vorwort 9

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9„Das kannst du doch nicht einfach so übersetzen!“ (Lena 1; in der vorliegenden Untersuchung) 1. Vorwort Erste Anstöße zur näheren Untersuchung des Phänomens der Kollokation im Outputprozess ergaben sich bereits im Studienreferendariat, als ich den Eindruck gewann, dass „meine“ Schülerinnen und Schüler im Grundkurs Englisch der 11. Jahrgangsstufe der gymnasialen Oberstufe häufig unsicher waren im Prozess des Formulierens in der L2, insbesondere auch, wenn sie sich mit der Konstruktion von Kollokationen konfrontiert sahen. Während einige etwa zu vermuten schie- nen, dass ihre Formulierungen sich zu sehr an der Ausgangssprache orientierten und daher wohl nicht zielsprachenadäquat seien, schienen andere just daraus ein Gefühl der Sicherheit über die (vermeintliche) Adäquatheit dieser Produktionen zu beziehen. Zudem fiel mir auf, dass, auch wenn Lerner Unsicherheit spürten ob der Adäquatheit einer Kollokation, sie nicht etwa umgehend eine appeal to authority-Strategie anwendeten sondern nicht selten eine nicht lernförderliche Ausweichstrategie zu verfolgen schienen. Die unterrichtliche Einbindung von für diese Jahrgangsstufe geeigneten Wörterbüchern zeigte mir zudem, dass die Ler- ner auf diesem fortgeschrittenen Niveau sich offenbar nicht annähernd der Art und des Umfangs der in Wörterbüchern bereitgehaltenen Informationen bewusst und im Umgang mit letzteren auch wenig geübt waren. Mit dieser Herausforderung konfrontiert, begann ich, vermehrt über das auch in der für die Unterrichtspraxis bestimmten Literatur vielfach beschworene, je- doch meist nur vage definierte Konzept Language Awareness nachzudenken und es im Folgenden mehr und mehr unter dem...

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