Show Less

Aware of Collocations

Ein Unterrichtskonzept zum Erwerb von Kollokationskompetenz für fortgeschrittene Lerner des Englischen

Series:

Thomas Müller

Die Produktion zielsprachenkonformer Kollokationen stellt auch für fortgeschrittene Lerner des Englischen ein großes Problem dar. Wie können Lerner dahingehend gefördert werden, das Phänomen Kollokation zunehmend selbstständig zu beherrschen? In dieser Arbeit wird ein Ansatz zum Erwerb von Kollokationskompetenz vorgestellt, der nicht auf den sukzessiven Erwerb von Einzel-Kollokationen zielt, sondern auf die Entwicklung eines Bewusstseins (awareness) für die Problematik von Kollokationen, auf die Entwicklung von Strategien zur Lösung von Kollokationsproblemen und insgesamt auf eine veränderte Sprachlern- und Sprachproduktionshaltung. Eine entsprechende, vom Autor konzipierte Lehrintervention zum Erwerb von Kollokationskompetenz und die Ergebnisse einer empirischen Überprüfung ihrer Effekte unter realistischen Unterrichtsbedingungen werden ausführlich dargestellt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

2. Zu den Gegenständen dieser Arbeit I: Kollokationen 13

Extract

13 You shall know a word by the company it keeps. Firth 1968: 179 2. Zu den Gegenständen dieser Arbeit I: Kollokationen Manche Wörter treten bevorzugt mit bestimmten anderen auf. In den letzten gut zwanzig Jahren haben sich zahlreiche sprachwissenschaftliche und fachdidakti- sche Beiträge mit der begrenzten Kombinierbarkeit von Lexemen auseinander gesetzt, mit der Eigenschaft von Wörtern also, mit bestimmten Wörtern häufig zusammen zu gehen, mit anderen jedoch selten oder gar nicht. Grob gesprochen bezeichnet man dieses Phänomen bevorzugt (bzw. üblicherweise oder habituell) zusammen auftretender Wörter als Kollokation. Im schulischen Fremdsprachen- erwerbskontext hat diese Thematik im Zuge dessen nach und nach einen größe- ren Stellenwert erhalten, Termini wie collocation, word partnerships etc haben zunehmend Eingang in schulische Lernmaterialien gefunden – die Behandlung bzw. Erörterung solcher Wortkombinationen im schulisch gesteuerten Er- werbskontext bleibt jedoch nicht selten ebenso vage und unspezifisch wie der Hinweis an Lernende, Wörter nicht isoliert sondern im Kontext zu lernen. 2.1 Zur Definition des Begriffs Im Folgenden soll zunächst eine Begriffsdefinition vorgenommen werden. Bei näherer Befassung mit dem Terminus Kollokation in der wissenschaftlichen Lite- ratur wird deutlich, dass die Definition des Begriffes stark variiert. „Various lin- guistic accounts of collocations […] display an enormous bandwidth of views regarding both the linguistic status and structural properties of collocations.“ (Bartsch 2004: 28) Weder terminologisch noch inhaltlich herrscht weitestgehend Klarheit (Scherfer 2001: 3). Im Wesentlichen sind zwei Argumentationsstränge auszumachen. Vertreter des Britischen Kontextualismus verstehen unter einer Kollokation jegliches Zusammenvorkommen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.