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Die Wohnsituation von MigrantInnen in Wien

Stadtpolitische Diskussion und Politikgestaltung

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Elke Schaupp

MigrantInnen leben in Wien in qualitativ schlechteren Wohnverhältnissen. Sie sind auch subjektiv mit der eigenen Wohnsituation unzufriedener, wie die empirische Grundlagenforschung für Wien 2008 hervorbrachte. Diese Ergebnisse werden in dieser Arbeit vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Theorien zum Phänomen «ethnische Segregation» interpretiert. Die eingehende Darstellung der Wohnsituation von MigrantInnen in Wien mündet schließlich in einer qualitativen Analyse der kommunalpolitischen Debatte im Themenfeld «Wohnen und MigrantInnen», mit besonderem Fokus auf die Periode 2005-2010. Die kommunalpolitische Debatte wird abschließend in Bezug zur wissenschaftlichen Diskussion um «ethnische Segregation» gesetzt, politische Maßnahmen werden vor dem Hintergrund des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes bewertet.

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6. Sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung für Wien 2008

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Die sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung für Wien wurde von der Stadt Wien in Auftrag gegeben und vom IFES-Institut im Zeitraum Mai bis Dezember 2008 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 8700 Wienerinnen und Wiener ab 15 Jahren, davon 2556 Personen mit Migrationshintergrund. 8400 der Interviews wurden telefonisch durchgeführt, außerdem 300 persönliche Interviews mit MigrantInnen in deren Muttersprache. Die Ergebnisse der Studie liefern nicht nur hochaktuelle Einblicke in die strukturellen Lebensbedingungen von Migran- tInnen in Wien, die Studie bietet vor allem auch interessante Aufschlüsse über die subjektive Einschätzung der Wohnsituation durch die MigrantInnen selbst. Die bisher präsentierten Fakten zur Wohnsituation von WienerInnen mit Migra- tionshintergrund haben aufgezeigt, dass die Wohnsituation innerhalb der Gruppe der ZuwanderInnen in starkem Ausmaß divergiert. Durchschnittswerte aus der Gruppe „WienerInnen mit Migrationshintergrund“ würden, das ist vor dem Hin- tergrund der bekannten Strukturdaten zu betonen, das Ergebnis massiv verzer- ren. Daher werden die Ergebnisse der Umfrage im Folgenden exemplarisch an den drei größten Personengruppen mit Migrationshintergrund dargestellt, also an der Gruppe der türkischen, ex-jugoslawischen26 und deutschen MigrantInnen. Die Bezugssetzung und Vergleiche erfolgen jeweils über die Gruppe der Öster- reicher. 27 Der Miteinbezug von deutschen MigrantInnen erlaubt außerdem eine 26 Die befragten Personen mit slowenischem Migrationshintergrund sind in der Gruppe der Zuwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien ausgeklammert. Generell muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass die Kategorie „ehemaliges Jugoslawien“ hinsichtlich der Aussagekräftigkeit der Ergebnisse eine Problematik darstellt, weil sie homogenisierend wirkt. So sind etwa für die kroatischen MigrantInnen...

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