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Ökonomie der Balkanmusik

Der Livemusik-Sektor populärer Balkanmusik in Wien

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Ivona Dermanovic

Dieses Buch beschäftigt sich mit den Besonderheiten des Balkan-Livemusik-Sektors in Wien. Die Autorin präsentiert darin die Ergebnisse ihrer Forschung, die aus Interviews mit Unternehmern, Musikern und anderen Personen der Balkan-Lokalszene sowie einer umfassenden Literatur- und Internetrecherche stammen. Es zeigt sich, dass die Musikszene der ex-jugoslawischen Diaspora über eine eigene wirtschaftliche Infrastruktur verfügt und intensive Beziehungen zur «alten Heimat» bestehen. Seit den 1960ern entstand hier eine lebendige Balkan-Lokalszene, mit starker räumlicher Konzentration innerhalb einzelner Bezirke. Mit bis zu 15 Auftritten pro Wochenende, zählt Wien heute zu den europäischen Städten mit der höchsten Anzahl an regelmäßig stattfindenden Live-Auftritten bekannter Balkan-Stars.

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3. Migration und das Einwanderungsland Österreich

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Das folgende Kapitel widmet sich dem Thema der Migration. Zu- nächst folgt eine kurze allgemeine Einführung zum Thema Migra- tion und Segregation, bevor auf die wichtigsten Daten und Fakten sowie Zuwanderungswellen nach Österreich eingegangen wird. Das Unterkapitel 3.3 widmet sich im Besonderen der Bevölkerungs- gruppe aus dem ehemaligen Jugoslawien und gibt einen Überblick über die aktuelle Größe dieser Community in Wien. Hinsichtlich der Forschung im Rahmen der Migrationspolitik in Eu- ropa muss festgehalten werden, dass dieser Bereich vergleichsweise noch sehr wenig erforscht ist. Bis Ende der 1980er Jahre, wurde Migrationspolitik in den meisten europäischen Ländern hinter dicht verschlossenen Türen betrieben. Untersuchungen beschränkten sich dabei auf Auftragsforschung zum Zwecke der Datenbeschaffung. Dennoch hat sich die Migrationsforschung in Europa in den vergan- genen 20 Jahren stark entwickelt und umfasst inzwischen zahlreiche akademische Disziplinen.38 Wichtig im Zusammenhang mit der Betrachtung und Darstellung von Zuwanderergruppen ist die Feststellung, dass je nach Staatsan- gehörigkeit und Geburtsland bzw. dem Geburtsland der Eltern, ver- schiedene Möglichkeiten bestehen, Bevölkerungsgruppen mit „Mig- rationshintergrund“ oder „ausländischer Herkunft“ zu bestimmen. Dabei ist zwischen folgenden Gruppen zu unterscheiden: § Ausländische Staatsangehörige – häufig als Ausländer bezeich- net - sind Personen, die keine österreichische Staatsbürger- schaft haben. § Personen, die im Ausland geboren wurden – die Herkunft nach Geburtsland ist im Gegensatz zu der Staatsangehörigkeit, die zum Beispiel durch Einbürgerung gewechselt werden kann, ein unveränderliches Merkmal. § Bevölkerung ausländischer Herkunft – darunter versteht man im Rahmen dieser...

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