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«In necessariis unitas»

Hintergründe zu den ökumenischen Beziehungen zwischen der «Iglesia Filipina Independiente», den Kirchen der Anglikanischen Gemeinschaft und den altkatholischen Kirchen der Utrechter Union

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Wim de Boer and Peter-Ben Smit

Wie kam es zu der kirchlichen Gemeinschaft zwischen den altkatholischen Kirchen der Utrechter Union in Europa und Nordamerika und der Iglesia Filipina Independiente auf den Philippinen? Die Aufsätze geben einen Einblick in die Entwicklung der ökumenischen Beziehungen am Anfang und in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Aufgrund der Korrespondenz der beteiligten kirchlichen und politischen Persönlichkeiten zeigen die Autoren auf, wie die beiden Kirchen sich von der Jahrhundertwende bis zum Zweiten Weltkrieg zuerst auseinander entwickelten und sich nach einer Kehrtwende auf der Seite der Iglesia Filipina Independiente und dank Vermittlung der amerikanischen Episkopalkirche wiederfanden. Wo heutzutage die Ökumene ins Stocken geraten zu sein scheint, ruft dieser Band in Erinnerung, wie viel schon erreicht wurde und auf welche Weise.

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Die Entwicklung der ökumenischen Kontakteder Iglesia Filipina Independiente zwischen 1961 und 1965 in der Korrespondenz von Obispo Maximo Isabelo de los Reyes, Jr.unter besonderer Berücksichtigung der Beziehung zu den altkatholischen Kirchen der Utrechter Union

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Die Entwicklung der ökumenischen Kontakte der Iglesia Filipina Independiente zwischen 1961 und 1965 in der Korrespondenz von Obispo Maximo Isabelo de los Reyes, Jr. unter besonderer Berücksichtigung der Beziehung zu den altkatholischen Kirchen der Utrechter Union* (53) (54) 55 1. Einführung Die Beziehung der Iglesia Filipina Independiente zu anderen Kirchen sowie zur kirchlichen Tradition überhaupt hat im Laufe des 20. Jahrhunderts verschiedene Phasen durchlaufen. Nach einer Entwicklung hin zum „liberalen Christentum“ unitarischer Prägung von 1902 bis 1940 unter der Leitung des ersten obersten Bischofs (Obispo Maximo) Gregorio Aglipay,1 gab es ab 1940 eine Entwicklung hin zu einem „Mainstream“-Christentum (besonders anglikanischer Prägung) und ab den 1970er Jahren eine Entwicklung hin zu einer indigenen Rezeption einer Theologie der Befreiung (bzw. des Kampfes). In diesem Beitrag soll es um Aspekte der zweiten der soeben genannten Entwicklungen gehen. 2. Anfänge Nachdem der Tod des ersten Obispo Maximo der Iglesia Filipina Independiente (IFI), Gregorio L. Aglipay, am 1. September 1940 eine theologische Kehrtwende innerhalb der IFI eingeleitet hatte2 und, angesichts der drohenden japanischen * Für die Durchsicht des deutschen Textes bin ich Frau Vikarin Antje Kirchhofer, Bern, und besonders Frau Alison D. Sauer, MA, Freiburg, dankbar. 1 Gregorio Labayan Aglipay (8. Mai 1860, Bathe Ilocos Norte – 1. September 1940, Manila), ab 1876 Schulbesuch und anschliessend allgemeine Studien und ein ange- fangenes Jura-Studium in Manila (Colegio San Juan de Letran, Universität von Santo Tomas); 1883 Eintritt in das Priesterseminar Vigan, Priesterweihe am 21. Dezember 1889; Kaplan in verschiedenen...

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