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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Edited By Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Die Weisheit der Magnaten: Bibliotheken und Studierstuben in Frankreich und England am Ende des 14. Jahrhunderts als Kennzeichen fürstlichen Rangs. Géraldine Victoir und Maximilian Wemhöner

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Die Weisheit der Magnaten: Bibliotheken und Studierstuben in Frankreich und England am Ende des 14. Jahrhunderts als Kennzeichen fürstlichen Rangs1 Géraldine Victoir und Maximilian Wemhöner Die jüngere Forschung hat die zentrale Rolle des Rangs für das Verständnis spät- mittelalterlichen adligen Handelns herausgearbeitet.2 Der eigene Rang – das heißt für den Fürsten seine Zugehörigkeit zur in der Hierarchie direkt unter dem Königtum angesiedelten Gruppe des Hochadels und sein Platz innerhalb dieser Gruppe – musste immer wieder aktualisiert, also kommuniziert werden.3 In diesem Kommunikations- prozess fürstlichen Rangs kam der Architektur von Burgen und Palästen eine besondere Rolle zu, wie zuletzt für die Frühneuzeit dargelegt worden ist.4 Die Burgen 1 Die Forschungsarbeiten, die zu diesen Ergebnissen geführt haben, wurden gemäß der Finanz- hilfevereinbarung Nr. 204905 (RANK) im Zuge des siebten Rahmenprogramms der Euro- päischen Gemeinschaft (RP 7 / 2007– 2013) und durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Emmy Noether-Programms (‚Rang und Ordnung‘ / PE 1515 / 2-1) gefördert. Wir danken Thorsten Huthwelker und Jörg Peltzer für ihre Gedanken und Anregungen zu diesem Artikel. 2 Siehe dazu die verschiedenen Aufsätze in Princely Rank in Late Medieval Europe. Trodden Paths and Promising Avenues (Rank. Politisch-soziale Ordnungen im mittelalterlichen Europa 1), hrsg. v. Thorsten Huthwelker, Jörg Peltzer u. Maximilian Wemhöner, Ostfildern 2011; Jörg Peltzer, Personae publicae. Zum Verhältnis von fürstlichem Rang, Amt und politischer Öffentlichkeit im Reich im 13. und...

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