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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Edited By Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Burgen in der Landschaft – Inszenierung und Entzifferung anhand neuer Methoden. Bernhard Höfle und Olaf Wagener

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Burgen in der Landschaft – Inszenierung und Entzifferung anhand neuer Methoden Bernhard Höfle und Olaf Wagener Digitale Daten mit Ortsbezug zur Erdoberfläche, sogenannte Geodaten, stellen eine wichtige Informationsquelle für eine Vielzahl von wissenschaftlichen Disziplinen dar, die sich geographischen Fragestellungen mit Raumbezug widmen bzw. diese in ihre fachspezifischen Untersuchungen mit einbeziehen. Die Extraktion von Information aus Geodaten, die Geoinformation, geschieht mit Methoden der Geoinformatik unter Verwendung von Auswertesystemen und Software, welche unter dem Begriff „Geo- graphisches Informationssystem“ (GIS) zusammengefasst werden. Dabei spielt die dreidimensionale Erfassung der Erdoberfläche in den letzten Jahren eine immer größere Rolle und hat durch den technologischen Fortschritt in der Sensorentwicklung rasch an Bedeutung gewonnen. Hochgenaue und flächendeckende 3D-Geodaten und daraus abgeleitete 3D-Geoinformation sind eine unverzichtbare Geodatenbasis für Analysen wie zum Beispiel in der Klima- und Klimafolgenforschung (z. B. Gletscherrückgang), im Naturgefahren-Management (z. B. Simulationsmodelle von Hochwasser und La- winen) sowie in Energie- und Umweltfragen (z. B. Standortanalyse für die Solar- energiegewinnung und das Monitoring von Waldbiomasse). Die Quellen für 3D- Geoinformation mit hoher Genauigkeit und großer Flächendeckung beschränken sich derzeit auf Daten, die durch Fernerkundungssensoren (z. B. vom Satelliten oder Flug- zeug erfasst) vorwiegend im Auftrag von öffentlichen Institutionen aufgenommen wurden. In den letzten Jahren hat sich das Laserscanning (LS), auch LiDAR (Light Detec- tion and Ranging) genannt, zu einem operationellen und weit verbreiteten Sensor für die dreidimensionale Vermessung der Erdoberfläche etabliert. Große Teile von Deutschland, Österreich, der Schweiz und die gesamten...

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