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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Edited By Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Von der Burg zum Schloss. Aspekte der Herrschaftsarchitektur in Innerösterreich unter besonderer Berücksichtigung von Steiermark und Kärnten vom 15. bis ins 17. Jahrhundert. Wilhelm Deuer

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Von der Burg zum Schloss. Aspekte der Herrschaftsarchitektur in Innerösterreich unter besonderer Berücksichtigung von Steiermark und Kärnten vom 15. bis ins 17. Jahrhundert Wilhelm Deuer Der Ostalpenraum – womit hier im Wesentlichen Österreich und seine nächste Um- gebung gemeint ist – war im Hochmittelalter eine zwar kunstlandschaftlich zusammen- hängende, jedoch politisch inhomogene Region.1 Aus den dortigen geistlichen und weltlichen Territorien des Heiligen Römischen Reiches entwickelten sich bis zum 13. Jahrhundert mehr oder weniger selbständige Herrschaftsgebilde, deren individuelle Sozialstrukturen auch in der jeweiligen Herrschaftsarchitektur unverwechselbare Spu- ren hinterlassen haben. Von den drei unabhängig entstandenen Herzogtümern Steier- mark, Kärnten und Krain fiel ersteres schon 1192 an die Dynastie der Babenberger und wurde so mit deren Kernland, dem Herzogtum Österreich, personell vereinigt, Kärnten und Krain folgten 1335 auf dem Erbwege über die Grafen von Görz-Tirol. Im Zuge der nachfolgenden mehrfachen habsburgischen Erbteilungen wurden diese Gebiete einschließlich der Stadt Triest und später auch der gefürsteten Grafschaft Görz unter dem Begriff „Innerösterreich“ zusammengefasst. Obwohl diese Ländergruppe endgültig bereits wieder seit 1619 mit den habsburgischen Kernlanden Ober- und Niederösterreich vereinigt war, blieben eigene innerösterreichische Zentralbehörden bis in die Zeit Maria Theresias bestehen, als identitätsstiftender Begriff wird Inner- österreich bei den unregelmäßig auftauchenden Diskussionen über Zentralismus und Föderalismus in Österreich sogar bis zum heutigen Tag wiederbelebt.2 Burgen im landläufigen Sinn, d. h. ritterliche Wehr- und Wohnbauten als Träger von Herrschaftsrechten in exponierter,...

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