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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Edited By Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Die Macht eines Kartographen. Johannes Clobucciarichs architekturtopografische Ansichten. Monika Küttner

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Die Macht eines Kartographen. Johannes Clobucciarichs architekturtopografische Ansichten Monika Küttner Die ältesten bekannten Ansichten vieler Schlösser, Burgen und Ortschaften der einsti- gen Region Innerösterreich1 verdanken wir dem Augustinermönch Johannes Clo- bucciarich, der zwischen 1601 und 1605 an einer zeichnerischen Landesaufnahme arbeitete. Sein Tod ließ jedoch sein Werk unvollendet und nur in Form eines umfang- reichen Skizzenkonvolutes auf uns kommen. Es ist Fritz Popelkas Verdienst,2 dass der Kartograph von Erzherzog Ferdinand II. „Joannes Fluminensis“, als der gut dokumen- tierte Augustinermönch Johannes Clobucciarich identifiziert werden konnte.3 Im Jahre 1924 veröffentlichte Fritz Popelka die bis jetzt einzige kurze Monografie 4 über Johan- nes Clobucciarich mit einer Auswahl seiner Ansichten.5 Eine Wertschätzung dieser 1 Die politische von Graz aus regierte Einheit Innerösterreich existierte mit Unterbrechungen von 1379 bis 1619 und bestand aus dem Herzogtum Steiermark, Kärnten und Krain, den Grafschaften Görz und Gradisca, sowie dem Deutsch-Österreichischen Küstenland. 2 So war 1876 Josef Zahn weder der Name Johannes Clobucciarich noch der gesamte gra- fische Nachlass bekannt, denn er schreibt über die topografischen Studien und Kartenbilder vor Georg Matthäus Vischer: „Wie etwa jenes Augustinermönchs von Fürstenfeld im Auf- trag Ferdinand’s II. begonnene Karte der Steiermark ausgefallen wäre, lässt sich nach den wenigen und erhaltenen Skizzen und Aufnahmen, so geschickte Zeichnerhand sie auch verraten, nicht mit Gewissheit schliessen.“ Josef Zahn, Georg Matthaeus Vischer und seine Wirksamkeit in Steiermark, in: Mitteilungen des Historischen Vereins für Steiermark 24, 1876, S....

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