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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Burg, Stadt und Stift: Hörde – eine märkische Herrschaftsbildung im Weichbild der Reichsstadt Dortmund. Erik Beck und Martin Strotz

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Burg, Stadt und Stift: Hörde – eine märkische Herrschaftsbildung im Weichbild der Reichsstadt Dortmund* Erik Beck und Martin Strotz I. Der Titel dieses Beitrages birgt eine Ungenauigkeit in sich: Dort ist vom Weichbild der Reichsstadt Dortmund die Rede. Nun bezeichnet „Weichbild“ im normalen Sprachgebrauch den Randbereich einer Siedlung. So gesehen gibt es aus heutiger Per- spektive nichts an der Formulierung auszusetzen, denn Hörde, der Ort um den es hier in besonderer Weise gehen soll, ist heute ein Stadtteil der Ruhrmetropole Dortmund. Er liegt etwa fünf Kilometer südöstlich des Zentrums und dementsprechend an der Peripherie der Stadt. Dies spiegelt jedoch einen modernen Zustand wider, denn die Stadt Hörde verlor erst am 1. April 1928 mit der Eingemeindung nach Dortmund ihre Eigenständigkeit.1 Aus einer historischen – oder besser mittelalterlichen – Perspektive ergeben sich allerdings Verzerrungen bei der Wahl des Titels, denn der Begriff „Weichbild“ stellt auch einen rechtshistorischen Terminus dar. Er leitet sich von dem seit dem späteren * Die folgenden Ausführungen stellen eine erweiterte Fassung des auf der Tagung gehalte- nen Referats dar. Für Hilfe, Anregungen und Unterstützung bei den Vorarbeiten möchten wir herzlich Frau Dr. Henriette Brink-Kloke (Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Dort- mund), Herrn Hermann Josef Bausch (Stadtarchiv Dortmund), Herrn Willi Garth (Dort- mund), Herrn Dr. Peter Kroos (Architekturbüro Kroos und Schlemper, Dortmund), Herrn Dr. Tilman Mittelstraß (Dortmund / Regensburg) und Herrn Dr. Reinhold Schneider (Firma BauWerk, Lippstadt) danken. Die Darstellung beruht auf dem Forschungsstand 2011 / Beginn 2012....

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