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Symbole der Macht?

Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Architektur

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Olaf Wagener

Burgen gelten gemeinhin als Symbole der Macht – aber hält diese Annahme einer wissenschaftlichen Untersuchung stand? Im Rahmen einer Tagung in Oberfell an der Mosel im November 2011 wurde diese Frage thematisiert. Eine Vielzahl von Vorträgen aus verschiedenen Disziplinen beleuchtete unterschiedliche architektonische Objekte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Bewusst wurde die Burg nicht als singuläres Bauwerk behandelt, sondern in den Kontext herrschaftlicher Architektur im Allgemeinen zurückgeholt. Daher wurden in den Beiträgen Burgen, Sakralbauten, Zeughäuser, Brücken oder auch Rathäuser behandelt, und dabei immer in den Kontext von Landschaft und Gesellschaft eingebettet. Der zeitliche Rahmen erstreckte sich vom hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit, um so auch den Wandel nicht nur der architektonischen Formen, sondern auch ihrer Wahrnehmung aufzeigen zu können.

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Verborgene Türme verschwundener Klöster – Symbole von Macht? Bauforschung in Knau und Pößneck / Thüringen. Waltraud Friedrich

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Verborgene Türme verschwundener Klöster – Symbole von Macht ? Bauforschung in Knau und Pößneck / Thüringen Waltraud Friedrich Im Süden Thüringens, im Saale-Orla-Kreis, wurden um die Jahrtausendwende zwei Sanierungsprojekte begonnen, die auf den ersten Blick zwar völlig unterschiedlich sind, auf den zweiten Blick aber viel Gemeinsames haben: In der kleinen Gemeinde Knau wird das große Herrenhaus des einstigen Rittergutes saniert, in der kleinen Stadt Pößneck das Ensemble Klostergasse 2– 4, ein eng bebautes Karree im höchst- gelegenen Teil der Altstadt, unmittelbar an der Stadtmauer. Die bauliche Situation könnte kaum unterschiedlicher sein – dennoch weisen die beiden Objekte einige Gemeinsamkeiten auf. Beide Baukomplexe gehörten im Mittelalter zum Besitz von Klöstern, die in der Reformation säkularisiert wurden, inzwischen verschwunden sind und sich nur noch bauarchäologisch nachweisen lassen. Im Rahmen der Sanierungs- vorbereitungen hatten wir Gelegenheit, an beiden Objekten Bestandsaufnahmen und anschließend bauhistorische Untersuchungen im Auftrag des Thüringischen Landes- amtes für Denkmalpflege durchzuführen, und dabei fand sich in beiden Fällen als Keimzelle des vielschichtigen Baukonglomerats ein annähernd gleicher Baubefund mit der annähernd gleichen Zeitstellung. Die Analyse und Interpretation dieser beiden Befunde sind Thema dieses Beitrags. Schloss und Hofgut Knau Inmitten der Plothener Teichlandschaft liegt am Rande des Dorfes das Hofgut Knau, das ehemals größte Rittergut Thüringens. Die ursprünglich geschlossene große Hof- anlage wurde durch einen Brand 1992 und den darauf folgenden Abbruch von be- schädigten Gebäuden auf der...

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