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Sprachkontakt, Sprachvariation, Migration: Methodenfragen und Prozessanalysen

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Thomas Stehl, Claudia Schlaak and Lena Busse

In diesem Sammelband werden Beiträge zu der Sektion «Sprachkontakt, Sprachvariation, Migration: Methodenfragen und Prozessanalysen» publiziert, die im Rahmen des XXXII. Romanistentages Romanistik im Dialog vom 25.09. bis 28.09.2011 in Berlin stattfand. Schwerpunkt der Sektionsarbeit war die kontrastive Gegenüberstellung von ortsstabilen, statischen und ortsmobilen, dynamischen Sprachkontakten, wobei vor allem die durch Migration ausgelösten Prozesse von Sprachkontakt, Sprachwandel und sprachlich vermitteltem Kulturtransfer sowie deren Ausprägungen und Folgen im Zentrum der Analyse stehen sollten.

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Asiatisch-romanische Sprachkontakte: Forschungsperspektiven für die Migrationslinguistik

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Einleitung Wenn Sprachgemeinschaften sehr verschiedener Herkunft und entspre­ chend divergierender Kulturkreise aufeinandertreffen, kommt es in der Regel zu einem enormen Anpassungsdruck auf die Migranten. Die Sprachdynamiken, die hierbei entstehen, sind mit jenen Prozessen, die sich aus Binnenmigration ergeben, kaum zu vergleichen. Zu diesen be­ sonderen Kontakten zählen die asiatisch-romanischen Sprachkontakte. Sie sind eben deshalb besonders faszinierend, weil hier gänzlich ver­ schiedene Sprach- und Kulturkreise aufeinandertreffen. Da diese Kontakte aus romanistischer, insbesondere linguistischer, Perspektive bisher nur selten untersucht werden, soll dieser Beitrag dazu beitragen, dass sich Romanisten und Linguisten mit diesen Kontakten stärker auseinandersetzen. Es wird daher auf ausgewählte Kontaktsitua­ tionen asiatisch-romanischer Sprachen aufmerksam gemacht; hierbei werden mögliche Forschungsperspektiven aufgezeigt. Aufgrund der großen Anzahl verschiedener asiatisch-romanischer Sprachkontakte kann dieser Beitrag lediglich einzelne Phänomene herausgreifen und auf die Besonderheiten verweisen, mit dem Ziel, Anreize zu schaffen, sich mit dieser Thematik tiefergehend zu beschäftigen. Ausgehend von den Inhal­ ten der Migrationslinguistik werden mögliche Untersuchungsgebiete vorgestellt und anhand eines Schwerpunkts auf den japanisch­ portugiesischen Sprachkontakt (zwischen Brasilien und Japan) auf spezi­ fische Phänomene aufmerksam gemacht. 1. Inhalte der Migrationslinguistik Wie mehrere Migrationslinguisten1 meinen, muss es Ziel der Disziplin sein, die spezifischen Sprach- und Kulturdynamiken in den aufgrund von Migration in Kontakt tretenden Sprechergemeinschaften zu analy­ 1 Cf. u.a. Lüdi (1984, 2011), Haller (1993, 2006), Krefeld (2004) oder Steh! (2011a, 2011b). 34 Claudia Schlaak sieren. Hierbei müssen etwa der Austausch von Sprachstrukturen und von Diskurstraditionen innerhalb der ankommenden und der lokal an­ s...

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