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Sprachkontakt, Sprachvariation, Migration: Methodenfragen und Prozessanalysen

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Thomas Stehl, Claudia Schlaak and Lena Busse

In diesem Sammelband werden Beiträge zu der Sektion «Sprachkontakt, Sprachvariation, Migration: Methodenfragen und Prozessanalysen» publiziert, die im Rahmen des XXXII. Romanistentages Romanistik im Dialog vom 25.09. bis 28.09.2011 in Berlin stattfand. Schwerpunkt der Sektionsarbeit war die kontrastive Gegenüberstellung von ortsstabilen, statischen und ortsmobilen, dynamischen Sprachkontakten, wobei vor allem die durch Migration ausgelösten Prozesse von Sprachkontakt, Sprachwandel und sprachlich vermitteltem Kulturtransfer sowie deren Ausprägungen und Folgen im Zentrum der Analyse stehen sollten.

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Konstanten und Neuerungen in der Geolinguistik Südamerikas: Methodische Schlüsse aus der Arbeit am Atlas Lingüístico Guaraní-Románico (ALGR)

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Konstanten und Neuerungen in der Geolinguistik Südamerikas: Methodische Schlüsse aus der Arbeit am Atlas Lingüístico Guaraní-Románico (ALGR) 1. Der ALGR : Zielsetzungen und Ergebnisse 1.1. Geschichtlicher Hintergrund Der Atlas Lingüístico Guaraní-Románico (ALGR) ist ein seit 1992 betriebe­ nes Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Kiel (Harald Thun), Münster (Wolf Dietrich), Asunción (Paraguay, Almidio Aquino) und Lexington (Kentucky, USA, Haralambos Symeonidis). Der Sprachatlas ist ein Bau­ stein in dem Gesamtprojekt der sprachlichen Erfassung des Río-de-La- Plata-Gebiets Harald Thuns, zu dem auch der Atlas Diatópico y Diastrático del Uruguay (ADDU) als Gemeinschaftsprojekt mit der Universidad de Montevideo (Uruguay) und der noch im Entstehen begriffene Atlas Lin- guístico Contatual das Minorias Alemas da Bacio do Prata - Hunsrückisch (ALMA-H) als Gemeinschaftsprojekt mit der Universidade Federal do Rio Grande do Sul (Porto Alegre, Brasilien) gehören. Der ALGR hat zum Ziel, die Zweisprachigkeit im Gebiet des kolonia­ len Paraguay zu erfassen. Dazu gehören die Gesamtheit des heutigen Paraguay und angrenzende Gebiete im heutigen Argentinien und Brasi­ lien. Die Zweisprachigkeit erklärt sich dort - kurz gefasst - auf folgende Weise: Die in dieser Gegend gesprochene Sprache verschiedener Stäm­ me, das Guaraní - mit nur geringer dialektaler Variation -, wurde seit Mitte des 16. Jh. in der christlichen Mission durch die Franziskaner (Luis de Bolaños, 1539?-1629), ab 1604 vor allem durch die Jesuiten als Mis­ sionssprache verwendet. Von 1622 bis 1768 wurde ein Guaraní als einzi­ ge Sprache in...

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