Show Less

Praktische Analyse der Steuerpflichten in Deutschland Ansässiger aus direktem und indirektem Erwerb, Besitz und Veräußerung spanischer Immobilien

Series:

Gabriel Buades Castella

Die Arbeit enthält eine systematische und praktische Analyse der unterschiedlichen Steuerpflichten, die sich, sowohl in Spanien als auch in Deutschland, für deutsche Ansässige aus dem Erwerb, dem Besitz und der Veräußerung spanischer Immobilien ergeben. Das Werk behandelt nicht nur die Besteuerungsfolgen unmittelbar nach dem jeweiligen Rechtsgeschäft, sondern auch die steuerlichen Folgen auf verschiedenen Ebenen bei der Zwischenschaltung einer spanischen oder einer deutschen Kapitalgesellschaft oder von beiden. Besprochen werden außerdem die Folgen des neuen Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und Spanien.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Anhang I

Extract

91 Anhang I Die Behandlung der deutschen Personengesellschaften nach dem DBA Deutschland- Spanien Personengesellschaften kommen in Deutschland sehr häufig vor, da sie den be- teiligten Gesellschaftern viele Vorteile bieten, insbesondere steuerliche Vorteile. Aufgrund der steuerlichen Transparenz können die Geschäftsergebnisse dem Gesellschafter unmittelbar im Verhältnis seiner Beteiligung zugerechnet wer- den, statt der Mehrfachbelastungen auf Gesellschafts- und auf Gesellschafter- ebene bei Kapitalgesellschaften.342 Im Gegensatz zum Transparenzprinzip, das in Deutschland für die Besteue- rung der Personengesellschaften (GbR, OHG, KG, stG und PartG) gilt,343 findet in Spanien für Personengesellschaften das Trennungsprinzip Anwendung, das heißt, dass die spanischen Personengesellschaften „Sociedad Regular Colectiva“ (OHG) und die „Sociedad en Comandita“ (KG) in Spanien gemäß Art. 7.1 LIS als Steuersubjekte zu betrachten und die Ausschüttungen solcher Gesellschaften an die Gesellschafter als Kapitaleinkünfte anzusehen sind. Eine Ausnahme bil- det hierbei die „Sociedad Civil“ (GbR),344 die zwar als juristische Person be- trachtet wird, deren Einkünfte jedoch den Gesellschaftern zuzurechnen und auch bei diesen zu besteuern sind, sofern die Satzung der Gesellschaft veröffentlicht ist.345 Aus diesem Grund sind spanische Personengesellschaften aus der Sicht Deutschlands keine Person im Sinne des DBA Deutschland-Spanien, aus der Sicht Spaniens sind sie hingegen als juristische Person zu betrachten, mit der Abkommensberechtigung des Art. 1 i. v. m. Art. 3 Abs. 1 e) DBA Deutschland- Spanien. Um die Gleichstellung des Abkommensschutzes der deutschen Personenge- sellschaft mit der spanischen Personengesellschaft zu erreichen,346 wurde in Art. 4 Abs. 4 DBA Deutschland-Spanien die Fiktion des Wohnsitzes...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.